Bővebb ismertető
Einleitung
Psychologische Traumbücher gibt es schon genug. Aber daß wir auf unserem geistlichen Weg die Träume beachten sollen, davon findet man in der spirituellen Literatur wenig. Und dennoch war der Traum für die Alten der Ort, an dem Gott zu uns spricht. In den psychologischen Traumbüchern werden zumeist die Träume Kranker berichtet und analysiert. Die Träume dienen dabei der Analyse und der Therapie zugleich. Aber die geistliche Dimension der Träume kommt kaum zum Tragen. In dieser Kleinschrift wollen wir daher die geistliche Bedeutung der Träume behandeln. Es geht um eine Spiritualität, die den Menschen mit allen seinen Bereichen berücksichtigt. Ansätze für so eine ganzheitliche Spirituahtät finden wir schon im alten Mönchtum. Diese Ansätze wollen wir weiterführen.
Es sind vor allem drei Bereiche, die auf dem geistlichen Weg beachtet werden müssen, weil Gott uns darin begegnet und zu uns spricht: unsere Gedanken und Gefühle, unser Leib und unsere Träume. Gott spricht zu uns in seinem Wort, das uns die Heilige Schrift überliefert. Er spricht vor allem auch durch uns selbst, und da sind es eben diese drei Bereiche, die wir beachten sollen, um Gottes Wort für uns persönlich zu vernehmen. Für Evagrius Ponticus gibt es keine echte Gottesbegegnung ohne ehrUche Selbstbegegnung. Spiritualität wird leicht zu einer frommen Flucht vor sich selbst, wenn wir die Selbstbegegnung ausklammern. Indem wir uns selbst begegnen, begegnen wir schon Gott. Und umgekehrt: sobald wir Gott näherkommen, kommen wir auch uns selbst näher.
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