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Am 24.Januar 1945, drei Tage, bevor die 4.Ukrainische Front Auschwitz befreite, erhielt der SS-Obersturmführer Erich Plettenberg den Befehl, über die getroffenen Mafinahmen zur Liquidierung des Lagers dem Chef des Reichssicherheitshauptamtes, SS-Obergruppenführer Kaltenbrunner, in Berlin zu berichten. AuBerdem sollte er bei der SSWirtschaftsverwaltung eine Kassette mit Schmuck abliefern, der den Haftlingen abgenommen worden war, bevor sie in den Tod gingen. Plettenberg hatte vom Schreibtisch aus leitende Funktionen für den Arbeitseinsatz der aus allén Teilen Europas zusammengetriebenen Juden und anderer - wie es im Jargon dieser Zeit hiefi - rassisch Minderwertiger ausgeübt, aber nebenbei auch das standesgemáBe Soil an Toten zuwege gebracht, zu sogenannten Kameradschaftsabenden beispielsweise, die háufig mit SchieGübungen auf lebende Ziele endeten. Jetzt war er heilfroh, auf diese Weise aus der Reichweite der Rőten Armee zu kommen. Er unterlag jedoch einem verhángnisvollen Irrtum, als er naiverweise glaubte, mit seinem Pkw und zwei Mann Begleitkommando über das oberschlesische Industriegebiet die Berliner Autobahn erreichen zu können. Nördlich von Kattowitz geriet er in das Chaos der zurückweichenden 17. Armee, wurde für einen Deserteur gehalten und entging mit knapper Not efnem Standgerichtsverfahren. Als er sich nach Ratibor durchgeschlagen hatte, liefi ihm der Kampfkommandant dort das Fahrzeug wegnehmen und die beiden SS-Leute in eine Alarmkompanie stecken. An Plettenberg getraute er sich zu dessen Glück nicht heran, und so konnte der Obersturmführer nach