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Die Jahre von 1947 bis 1954 verbrachte er im Spezialgefängnis - der »Scha-raschka« - von Mari^ino. Die Scharasch-ka war eine Haftanstalt für Wissenschaftler undTechniker mit besonderen Aufgaben. Wissenschaftliche und technische Sonderaufgaben gab es in der Sowjetunion der ersten Nachkriegsjahre in reicher Fülle. Da lagerten, rotteten und rosteten Riesenbestände technischen Materials aus der deutschen Industrie, die nicht in die sowjetische Technik zu integrieren waren, weil man nicht mit ihnen umzugehen verstand. Das Übersetzen technischer Fachbücher und Betriebsanleitungen ins Russische gehörte zu Kopelews Hauptaufgaben. Doch auch die Entwicklung neuer, von den Erfahrungen der Kriegsjahre angeregter Technologien wurde in Angriff genommen: In Marfino bemühte man sich jahrelangum die Konstruktion eines absolut abhörsicheren Telefons - eine Aufgabe, an deren Bewältigung auch Kopelew beteiligt war.
In der Scharaschkaarbeiteten Häftlinge, verurteilte Fachleute und Spezialisten, Seite an Seite mit »freien« Technikern, Ingenieuren und Wissenschaftlern. Beide Gruppen standen unter dem unablässigen Druck der Geheimhaltung der Projekte, an denen gearbeitet wurde, und unter der ständigen Bespitzelung durch den Sicherheitsdienst. Dem Nachbarn am Arbeitsplatz zu trauen, war gefährlich. Und dennoch wurde die Scharaschka für Kopelew, den linientreuen Kommunisten und glühenden