Bővebb ismertető
Vorwort
In diesem Buch wird zu aktuellen praktischen und klinischen Problemen des Typ-2-Diabetes Stellung genommen, indem Pathogenese, Diagnostik, Therapie und Folgeschäden dieser Hochrisiko-Erkrankung dargestellt werden. Zahlreiche Abbildungen und Tabellen sollen dabei die Übersichtlichkeit gewährleisten. Neben dem üblichen Literaturverzeichnis soll ein Anhang mit der Auflistung aktueller Diabetes-Studien dem Leser eine zusätzliche Hilfe geben.
Bereits nach eineinhalb Jahren war es erforderlich, eine zweite Auflage des Buches herauszubringen. Der Grund hierfür war neben der weiten Verbreitung der ersten Auflage vor allem auch die Tatsache, daß mit der großen englischen Studie zum Typ-2-Diabetes (United Kingdom Prospective Diabetes Study = UKPDS) Ergebnisse vorgelegt wurden, die im Hinblick auf die Therapie des Typ-2-Diabetes von entscheidender Bedeutung sind: Hat es sich doch gezeigt, daß auch diese Diabetes-Form - was für den Typ-1 -Diabetes schon länger bekannt war -unbedingt einer guten Einstellung des Diabetes und auch einer optimalen Behandlung der Hypertonie bedarf, um eine längere Lebenserwartung und verringerte Folgeschäden zu garantieren. Dieser Studie wurde ein eigenes Kapitel gewidmet. Im übrigen wurden die anderen Kapitel des Buches zum Teil stark erweitert, ohne daß darunter der Charakter des Buches - als eine rasche Hilfe für den in Praxis und Klinik tätigen Arzt bzw. für den Studenten - verloren gehen sollte. Neue Literatur wurde bis in die zweite Jahreshälfte 1999 berücksichtigt.
Zusammengefaßt läßt sich die Krankheit kurz wie folgt beschreiben: Der in den Familien vererbte Typ-2-Diabetes ist in seiner Vorphase als „metabolisches Syndrom" erkennbar, bei dem Insulin-Resistenz und Hyperinsulinämie, Stammfettsucht, Dyslipoproteinämie, Hypertonie und frühe Arteriosklerose imponieren. Mit fortschreitender Insulin-Resistenz und mit ersten Störungen der Insulin-Sekretion entwickelt sich schließlich der manifeste Typ-2-Diabetes, indem zu den genannten Risikofaktoren die Hyperglykämie hinzutritt. An diesem Parameter wird die Krankheit diagnostiziert, die über 4 Millionen Patienten in Deutschland betrifft. Mehr als 10% dieser Diabetiker sind normal- oder untergewichtig (Typ-2a-Diabetes), während annähernd 90% der Betroffenen übergewichtig sind (Typ-2b-Dia-betes). Ernährungs- und Bewegungstherapie bestimmen deswegen weitgehend die durch eine gründliche Schulung eingeleitete Behandlung, die - je nach Stadium der Erkrankung - durch nicht-insu-linotrope Antidiabetika (Acarbose, Miglitol, Metformin, Glitazone), insulinotrope Substanzen, also Sulfonylharnstoffe (in erster Linie Glimepirid) bzw. Repaglinide oder aber Insulin (zunächst kombiniert mit oralen Antidiabetika) ergänzt wird.