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1. Iv Baumhergeh (Basel): Über die Cyrenen der stampischen Molasse am Alpennordrand. Mil 1 Te.xllifjur.Am Al|R'nnor(lrancl sind die Molassesedimeiile in ihrer LagoruniJ ilurch alpine leklonische Vorgänge stark heeinflussl worden. Die slraligraphisclieii Beziehungen zur Molasse des .Millellandes sind weder aus der lilliologischen Zusammensetzung ((iesleinsfazies), noch aus (Ion Lagerungsverhällnissen zu ersclilicssen. Nur durch die palaeon-lologische Allersbeslimmimg der (jeslcinsserien isl das schwierige Problem der subalpinen IVIolasseslraligraphie und des (lehirgsbaues zu lösen. In flen letzten .Jahren sind nach dieser Bichlung erfreuliche Erfolge zu verzeichnen. So haben die palaeonLologischen Untersuchungen ergeben, dass die aufgeschobene Molasse in der Schweiz und im Vorarlberg nicht, wie man lange Zeil angenommen, niiocaenes Aller besilzl. sondern dass sie aus oligocaenen Sedimenlen aufgebaut isl. In der Hauptsache kommen mitteloligocaene (slampische) Bildungen in Belrachl. Im östlichen Vorarlberg isl in der aufgeschobenen jNIolasse auch das Oberoligocaen (Aquitan) sicher nachgewiesen (Kojenschichten); in der Ostschweiz (Appenzell) ist diese Molasse-sUife wohl auch vorhanden, aber palaeontologisch noch nicht genügend bestätigt.Der alpennächsle, stark dislozierte Molassestreifen (aufgeschobene Molasse) enthält an verschiedenen, z. T. schon lange bekannten l'und-slellen zahlreiche Bivalven, leider nur als Steinkerne erhalten, die bis dahin wegen dem Mangel des Schlosses nicht identifiziert und für die Allersbestijnmung der Gesteinsserien nicht ausgewertet werden konnten. In den letzten Jahren hat nun die Untersuchung dieser Molluskenrestc gezeigt, dass ein grosser Teil derselben der ,,Cyreniden"-Gattung Poliimesoda angehört. Diese Aulklärung verdanken wir den reichen Materialien, welche die Herren S. Fussen-EGGER in Dornbirn und Pater F. Muhei.m in Altdorf in einer Mergel-schichl unter der Kirche von Egg an der Bregenzerache gesammelt und mir zur Verfügung geslcIlL haben. Ausschlaggebend ist der Umstand, dass die Bivalven mit gut erhaltener Schale auftreten und an zahlreichen Einzelklappen durch geeignete Behandlung mit Ätzkalium der Schlossapparat freigelegt werden konnte. Es war daher möglich, eine einwandfreie generische Beslimmung der Bivalven durchzuführen. An vielen Individuen ist sogar das Schlossband tadellos erhalten.Das nebenstehende Profil von Egg verdanke ich samt den erläuternden Angaben Herrn Pater Dr. Muheim in Altorf; es ist etwas ausführlicher als das von Arn. Heim im Jahr 1928 (Lit. 14, p. 23) veröffentlichle. Der dargestellte Schichtkomplex liegt im Südschenkel der Murnauermulde und gibt in vorzüglicher Weise Aufschluss über die lithologische Zusammensetzung der Tonmergelslufe, der Bausteinzone und deren Angliederung an die chatlischen Weissachschichten. Die Schichlfolge umfasst: