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ÜBER DIE DIFFUSION VON RADONGAS (RADON-222) IN PORÖSEN FESTEN
KÖRPERN
(Vorläufige Mitteilung) L. IMRE, J. KÓNYA und J. IMRE*
Institut für physikalische Chemie der Lajos Kossuth Universität, Debrecen (Eingegangen: 5. U. 1963)
Es wurde die Geschwindigkeit der räumlichen Diffusion von Radongas (Radiumemanation) im sandigen Boden, sowie diejenige der linearen Diffusion im Sand und im Bentonit bei verschiedenen Temperaturen und bei verschiedenen Feuchtigkeitsgraden gemessen. Der Koeffizient der räumlichen und der linearen Diffusion (D) wurde (unter sonst gleichen Bedingungen) für je eine Substanz als miteinander gleich gefunden. Was nun die Abhängigkeit von D vom Feuchtigkeitsgehalt anbelangt, so wurde darauf hingewiesen, dass diese Erscheinung ungezwungen erklärt werden kann, wenn man die Diffusion im Rahmen der irreversibilen Thermodynamik in dem Sinne auffasst, dass die Wahrscheinlichkeit der Konzentrationsänderungen in den für die poröse Struktur des betr. festen Körpers kennzeichnenden Adsorptions-Übergangschichten der geschwindig--keitsbestimmende Parameter ist.
Im Verlaufe der letzten Jahre haben wir einige Versuche in Betreff der Diffusion von Radiumemanation in verschiedenen Bodensorten angestellt. Es wurde angenommen, dass die Diffusionsgeschwindigkeit dieses chemisch indifferenten radioaktiven Edelgases kennzeichnend sein dürfte, insbeson-ders für den kolloidphysikalischen Zustand des Bodens, mit inbegriffen dessen Gasdurchlässigkeit, aus der man gewisse Schlüsse ziehen könnte u. a. auch auf die Fruchtfähigkeit des Bodens. Neben diesen bodenkundlichen Beziehungen (über die übrigens in späteren Arbeiten berichtet werden soll) haben die bisherigen Messungen auch in Bezug auf die physikalisch-chemischen Probleme der unter solchen Bedingungen vor sich gehenden Diffusion recht bemerkenswerte Erkenntnisse geliefert. In der vorliegenden Arbeit soll eben auf diese physikalisch-chemischen Erkenntnisse hingewiesen werden.
1. Die Ausführung der Diffusionsversuche
Die zu den Messungen nötigen Radongaspräparate wurden jeweils aus einem (nach der 0. Hahnschen Vorschrift hergestellten, trockenen) hochemanierenden Radiumpräparat gewonnen, indem man die Emanation in dünnwandigen Glaskugeln von 22 mm Durchmesser sammelte, welche dann zugeschmolzen wurden.1 Die radonhaltigen Glaskugeln wurden in einen in Fig.
* Landesanstalt für landwirtschaftliche Qualitätsprüfung, Szeged. > Einzelheiten dieses Verfahrens sind in einer früheren Arbeit des Verf.'s zu fmden: L. Imre., Oy. Fábry und 1. Dézsi, iVlTA Kém. Tud. Oszt. Közi. (Mitteilungen der Ung. Akad. d. Wiss., Chemische Sektion], 19. (1963), I.
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