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EINLEITUNGJe ne cherche que la liberté.Constant.Die Gescliichte erkennt in Benjamin Constant den Begründer des Liberalismus. Zeitgenosse zweier Gewaltherrschaften, die zu den blutigsten zählen, die der W^esten gekannt, der Robespierres und Napoleons, hat er während seines ganzen Lebens, bis zum letzten Tage, mit be wunderns-werter Klarheit und Überzeugungstreue, bald mit ironischer Schärfe, bald in leidenschaftlicher Hingabe, immer aber mit Vornehmheit, Mass, und mit wahrer Unabhängigkeit auch gegenüber den eigenen Reihen, der Sache der Freiheit gedient. Er hat in diesem Kampfe das Arsenal geschmiedet, das auf Generationen hinaus dem Freiheitsringen die Waffen, dem Aufbau des liberalen Staates die Werkzeuge geliefert hat : Waffen und Werkzeuge, die sich lange über seinen Tod hinaus und immer dann, wenn die Sache der Freiheit auf dem Spiele stand, als wohl geschärft, rostfrei und bruchsicher erwiesen.Unter den Wegbereitern der Freiheit sind nicht gar viele zu finden, die wie er, so unbedingt er sich ihr verschrieben, doch von Doktrinarismus und von starrem und sektiererischem Radikalismus freigeblieben sind. Constant wusste nicht nur um die tödlichen Gifte der Despotie. Er wusste auch um die Gefahren der Freiheit. Die Schreckenstage der Revolution hatten ihn mit Abscheu erleben lassen, wohin eine falschverstandene, doktrinäre Freiheits- und Gleichheitslehre führt. Die Berührung mit der Tyrannei, die die Massen im Namen der Freiheit übten, hatte nicht wenig geholfen, seinen Blick zu schärfen für jene andere Tyrannei, die ein Einzelner oder eine kleine Gruppe imVII