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ÜBER DIE JUGEND
Die Aufgaben der revolutionären Jugend Erster Brief
Die Redaktionserklärung der Zeitung „Student" — zuerst, wenn wir nidit irren, in Nr. 4 (28) des „Oswoboshdenije" veröffentlicht und ebenso auch der „Iskra" zugegangen — zeugt unseres Erachtens von einem be-träditlichen Fortsdiritt, der sich in den Anschauungen der Redaktion seit Erscheinen der Nr. 1 des „Student" vollzogen hat. Herr Struve irrte sich nicht, als er sich mitzuteilen beeilte, daß er mit den in der Erklärung dargelegten Ansichten nicht übereinstimme: diese Ansichten weichen in der Tat gründlich von jener Richtung des Opportunismus ab, an die sich das liberal-bürgerliche Organ so konsequent und eifrig hält. Indem sie anerkennt, daß „das revolutionäre Gefühl allein die ideologische Einigung der Studentenschaft nicht zu schaffen vermag", daß es „zu diesem Zweck eines sozialistischen Ideals bedarf, das sich auf die eine oder andere sozialistische Weltanschauung stützt", und zwar auf eine „bestimmte, einheitliche" Weltanschauung — hat die Redaktion des „Student" mit der ideologisdien Indifferenz und dem theoretischen Opportunismus bereits grundsätzlich gebrociien und die Frage der Mittel zur Revolutionierung der Studentensdiaft auf einen riditigen Boden gestellt.
Vom landläufigen Standpunkt des vulgären „Revolutionismus" allerdings erfordert die ideologische Einigung der Studentenschaft keine einheitlidie Weltanschauung, sondern schließt sie vielmehr aus; ideologische Einigung bedeutet da „duldsames" Verhalten zu revolutionären Ansdiauungen vei'schiedener Art, setzt den Verzicht voraus auf ein ent-