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V orwort
Warum eine Schule für Dichtung} Die hier vorgestellten Texte Über die Lehr- und Lernbarkeit von Literatur sollen einen Einstieg in dieses umstrittene Thema ermöglichen. Die Beiträge dieses Bandes bestehen vorwiegend aus anläßlich der beiden Akademien 1992 der Schule für Dichtung in Wien gehaltenen Referaten, neben den Interviews mit H. C. Artmann und Anne Waldman und nicht zuletzt Christian Ide Hintzes 100 persönliche Gründe.
Die theoretischen Texte der Lehrer können jedoch nie den nachhaltigen Eindruck ihres Unterrichtes vermitteln, sondern höchstens die Basis dafür liefern. Was sich hinter geschlossenen Türen in der Klasse abspielt, sieht anders aus: Anne Waldmans überströmende Energie, die sich auf ihre Schülerinnen überträgt; das Feilen mit H. C. Artmann, bis Gedichte ihre Unebenheiten verlieren und sich der runden Form eines Flußkiesels annähern; penibelste Formanalysen in der Klasse Gerhard Rühms; Einblick in die Werkstatt des Stückeschreibens durch Wolfgang Bauer; Sezieren von Sprache und Kombinieren von Lauten: Anagrammieren mit Gerhard Jaschke; und die entfesselte Artikulation der Klasse Hintzes, die einen vöüig neuen Umgang mit Stimme eröffnet - einige der vielen Erfahrungen, die wohl nur in der Gruppe hautnah erlebbar gemacht werden können.
Was jedoch diese Texte vermitteln können ist die Dokumentation der unterschiedlichen Beantwortung der
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