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Vorbemerkungen Ochlaf und Traum - wer hátte sich über diese Lebensphánomene noch keine Gedanken gemacht? Es dürfte wohl keinen Menschen geben, der noch nie getráumt hat, und fast jeder von uns hat sich zu gewissen Zeiten einmal gefragt: Hat es nicht doch etwas zu bedeuten, wenn man etwas Merkwürdiges - von einem Sack voll Geld, von Feuer, vom Begrábnis - tráumt? Vielleicht habén Sie sogar ganz hinten in Ihrem Bücherschrank, wo niemand hinschaut, ein abgegriffenes Buch stehen. Es ist ein Erbstück von der Grofímutter, die von der ehrwürdigen Schwarte viel hielt, und wenn Sie Seltsames getráumt habén, greifen sogar Sie noch dann und wann zum Traumbuch" - obwohl Sie ein moderner und naturwissenschaftlich orientierter Mensch sind ... Der Gedanke, der Traum müsse etwas bedeuten, ist uralt, wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Seit Tausenden von Jahren bescháftigen sich die Menschen aller Kulturkreise mit den Phánomenen des Schlafes und des Traumes. Sogar das Denken des práhistorischen Menschen wurde vom Traum nachdrücklich beeinfluík: Wie an anderer Stelle* ausführlich geschildert, entsteht durch die Verwechslung von Traum und Wirklichkeit schlieClich der Glaube an Geister und damit der Seelenkult. Spáter, im vorchristlichen Griechenland, bescháftigten sich die Philosophen und Priester ausgiebig mit diesen Problemen. Noch immer erscheint der Schlaf als ein Entrücktsein in eine andere Welt; noch immer wird der Traum für eine Offenbarung übersinnlicher Gewalten angesehen, die auf diese Weise dem Menschen Warnungen und Verkündungen zukommen lassen. Als ein Spezialist auf dem Gebiet der Traumdeutung galt im * G. Wippermann: Aberglaube und Medizin", VEB Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1959.