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Vorwort
Am 31. Mai 1978 fand im Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung eine Feierstunde statt, in der Professor Dr. Erwin Stein, Staatsminister a.D. und Bundesverfassungsrichter a.D., der Erich-Hylla-Preis verliehen wurde. Dieser Preis ist von Frau Gudrun Hylla, der Tochter des am 5. Dezember 1976 verstorbenen ersten Institutsdirektors, Professor Erich Hylla, gestiftet worden und wird durch das Forschungskollegium des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung für überragende Leistungen und Verdienste um die wissenschaftliche Grundlegung pädagogischen Handelns verliehen.
Erwin Stein ist der erste, dem der Erich-Hylla-Preis zuerkannt worden ist. Die Urkunde der Preisverleihung lautet:
,,Die Würdigung gilt seiner Lcbensleistung auf dem Gebiet der Bildungsforschung und Bildungspolitik, insbesondere im Bereich des Rechts und der Verwaltung des Bildungswesens, auf dem Feld der staatsbürgerlichen Erziehung sowie in der Förderung eines neuen Verständnisses von pädagogischer Forschung durch die Gründung eines multidisziplinären Forschungsinstituts, dessen Arbeit rationale Entscheidungen in der Bildungspolitik erleichtern soll.
Seine wissenschaftliche Arbeit dient dem Bemühen, rechtliche Grundlagen für ein menschenwürdiges Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft zu schaffen durch entscheidende Mitwirkung an der Hessischen Verfassung von 1946 und ihrer Kommentierung, durch wegweisende Arbeiten auf dem Gebiet des Elternrechts sowie der religiösen und sozialen Erziehung. Humanität und soziale Verantwortung in Freiheit und Demokratie sind seine erkenntnisleitenden Prinzipien.
Seine bildungspolitische Leistung findet ihren Ausdruck in dem Wiederaufbau eines leistungsfähigen Bildungswesens im Lande Hessen nach dem Zusammenbruch am Ende des Zweiten Weltkrieges und seinen weittragenden Entwürfen für eine neue Schule und Lehrerbildung, deren Grundgedanken zum Teil heute noch der Verwirklichung harren.