Bővebb ismertető
VORWORTDie vorliegende Sammlung vereinigt rund zwei Dutzend Reden und Aufsätze, die in den Zeitraium der letzten zehn Jahre fallen. Eine Auswahl wurde allein schon durch den zur Verfügung stehenden Raum gefordert. Bestimmend war dabei der Gedanice, einen charakteristischen, wenn auch notwendig auf die publizistische Seite beschränkten Ausschnitt aus der Tätigkeit eines Musikwissenschaftlers in der Deutschen Demokratischen Republik zu vermitteln. Für den Leser mag daran zweierlei von Interesse sein: erstens, welche Aufgaben ein sozialistisch orientiertes Musikleben einem Musikwissenschaftler stellt - zweitens, welche wissenschaftlichen Aufgaben er sich selbst stellt. Der Autor hofft, daß ihm darin kein Bruch nachgesagt werden kann. Der gesellschaftlichen Fragestellung glaubt er vielmehr auch seine fachlichen Fragestellungen zu verdanken, mögen diese gelegentlich noch so speziell erscheinende Fragenkreise berühren. Darin liegt der Grund, weshalb er diese auch einem fachlich weniger vorgebildeten Leserkreis nicht vorenthalten möchte. Ebenso wurde Wert darauf gelegt, die populärwissenschaftlichen Beiträge nicht von den fachwissenschaftlichen zu trennen. Der Verfasser hat es seit jeher für seine Person abgelehnt, eine prinzipielle Unterscheidung zwischen den beiden Bereichen zuzulassen. Wie er über diese Frage denkt, mag der Leser seinem Beitrag zur zweiten Bitterfelder Konferenz entnehmen (S. 209). So entspringt es keinesfalls allein dem Bestreben nach formaler Abwechslung, wenn die beiden Sphären sich gegenseitig durchdringen. Wenn aus der Folge dieser Aufsätze und Referate eine innere Einheit ersichtlich werden sollte, so kann sie einzig aus Gegenstand und Betrachtungsweise, nicht aus der Darstellungsform hervorgehen.Zehn Jahre stellen eine verhältnismäßig kurze Zeit dar. Dennoch dürften sie ausreichen, um die Entwicklung eines Autors sichtbar werden zu lassen. Um diese Spuren nicht zu verwischen, habe ich der Versuchung widerstanden, Korrekturen oder Retuschen anzubringen bzw. Ergänzungen oder Weglassungen vorzunehmen, sofern sie nicht von der Anpassung an die Buchform diktiert waren. Trotzdem halte ich das Moment der persönlichen Entwicklung nicht für so erheblich, daß es für die Fesdegung der Reihenfolge in Be-