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Es war ein Oktobertag im Jahre 1958. Dr. Hugh Johnson, Spezialist für plastische Chirurgie, band sich im Gefühl gespannter Erwartung die Maske um. Du mufít Dr. Mary operieren sehen", hatte ihm ein begeisterter Kollege gesagt. Sie ist mehr als eine gute Chirurgin. Sie ist eine Künstlerin." Dr. Johnson betrat den Operationssaal und ging auf die schlanke Gestalt zu, die an einem niedrigen Tisch im Lichtkreis der Opera= tionslampe safi. Es war nichts Ungewöhnliches, daS eine Frau als Chirurgin tatig war. Denn hier in Vellore/Südindien, im Krankenhaus des Christian Me= dical College, das Dr. Ida Scudder gegründet hatte, waren die Hálfte der Studierenden und mehr als die Hálfte der jungen Árzte Frauen. Es war auch nichts Ungewöhnliches, dafí die Chirurgin bei der Ar= beit safi. Denn Operationen an der Hand erfordern peinliche Ge= nauigkeit. Dr. Hugh Johnson - Dr. Mary Verghese", stellte eine Schwester den Besucher vor. Als der amerikanische Arzt náhertrat, hőben sich grüfiend ein Paar dunkle, fröhliche Augen zu ihm empor, die auf ein hübsches Mád* chengesicht hinter der Operationsmaske schliefien liefien. Er stellte sich neben den kleinen Tisch und sah interessiert zu, wie die junge Chirurgin Sehnen transplantierte, um eine durch Aussatz verkrüp= pelte Hand wieder brauchbar zu machen. Diese Operation war noch verháltnismáfíig neu und unbekannt. Ein englischer Arzt, Dr. Paul Brand, hatte sie sich ausgedacht und hier im Medizinischen Zentrum von Vellore als erster ausgeführt. Ich habe schon viel von Ihnen gehört, Dr. Verghese", sagte Dr. Johnson freundlich. Sie sah ihn aufmerksam ah. Was habén Sie gehört?" fragte sie schnell. Dafi Sie Expertin für diese Operation sind."