Bővebb ismertető
Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das ün-erforschliche ruhig zu verehren.
(J. W. v. Ooethe — Naturwissenschaftliche Schriften)
Wenn ein Nicht-Theologe ein Buch über die Bibel schreibt, so ist das ungewöhnlich genug, um bilügerweise von ihm eine Erklärung zu erwarten, wieso er sich gerade dieses Stoffes bemächtigt hat.
Mein Interesse als Publizist gilt seit vielen Jahren ausschUeßlich den Ergebnissen moderner Wissenschaft und Forschung. Im Jahre 1950 stieß ich bei der täglichen Routinearbeit meines Berufes auf die Expeditionsberichte des französischen Archäologen Prof. Parrot und seines Landsmannes Prof. Schaeffer über die Ausgrabungen in Mari und Ugarit. In Mari am mittleren Euphrat aufgefundene Keilschrifttafeln enthielten biblische Namen, durch die bislang für ,,fromme Geschichten" gehaltene Patriarchenerzählungen unversehens in eine geschichtliche Zeit gerückt wurden. In Ugarit am Mittelmeer waren erstmals die Zeugen der kanaanäischen Baalskulte zutage gekommen. Der Zufall wollte es, daß noch im gleichen Jahre eine ProphetenroUe des Jesaja-Buches aus einer Höhle am Toten Meer als vorchristlich datiert wurde. Diese - das Wort sei in Anbetracht der kulturellen Bedeutung dieser Funde erlaubt - sensationellen Nachrichten weckten in mir den Wunsch, mich eingehender mit der biblischen Archäologie, jenem jüngsten und weithin so wenig bekannten Gebiet der Altertumsforschung, zu befassen. Ich suchte daher in der deutschen wie in der ausländischen Literatur nach einer übersichtlichen und allgemeinverständlichen Zusammenfassung der seitherigen Forschungsergebnisse; ich fand keine. Denn es gibt sie nicht. Nun ging ich selber den Quellen nach und trug - von meiner Frau bei dieser wahren Detektivarbeit tatkräftig unterstützt - in den Bibliotheken vieler Länder zusammen, was an wissenschaftlich gesicherten Forschungsresultaten bisher in Fachwerken über die bibKsche Archäologie niedergelegt ist. Es wurde immer aufregender, je tiefer ich in das Thema eindrang.
Das Tor in die geschichtliche Welt des Alten Testaments hatte der Franzose Paul-Emile Botta schon im Jahre 1843 aufgestoßen. Bei