Bővebb ismertető
1. Hinterm BahndammMeine Güte, der Junge kann doch nicht wieder den ganzen Tag im Bett bleiben!Der Satz schien von ganz weit her zu kommen; ich wollte nicht hinhören, wollte weiter durch den Wald laufen und mit meinem Freund Horst Molche aus dem Waldteich fangen. Ich wollte weiter mit Hannelore im Standpark spazieren gehen, aber da hörte ich wieder die Stimme meiner Mutter. Wenn ich das alles vorausgesehen hátte, ich weiB nicht, ob ich es dann riskiert hátte, in den Westen zu gehen! Wenn das Kind dabei vor die Hunde geht!Jetzt hörte ich eine andere Stimme, die hastig sprach, wie je-mand spricht, der sich verteidigen muB. Die Stimme meines Vaters. Voraussehen, sagte er, wer kann so was denn vor-aussehen. Das Kind wird sich schon wieder zurechtfinden, warte doch ab!Die Stimme meiner Mutter antwortete wieder, diesmal leiser, als ob sie mich schonen wolle. Ich versuchte, weiter an Hannelore zu denken und an Horst und an die Lehrer zu Hause und an die groBe Wohnung ganz nahe am Wald, in der wir gelebt hatten. Aber ich schaffte es jetzt nicht mehr, mir das alles weiter vorzustellen.Wenn das Kind dabei vor die Hunde geht, hatte Mutter ge-sagt, und auch Vater hatte das Wort Kind gebraucht. Das Kind wird sich schon wieder zurechtfinden, warte doch ab! Ich dachte iiber diese Sátze nach, und auf einmal war in mir eine ganz groBe Wut.Das Kind hatten sie gesagt, und damit hatten sie mich gemeint. Von wegen Kind, dachte ich wütend, ich bin vierzehn Jahre alt und werde náchsten Monat fünfzehn. Ich muB mit ihnen reden, dachte ich und richtete mich im Bett auf, aber als ich dann end-lich die Augen geöffnet hatte und mich umsah, da schaffte ich es nicht, aufzustehen, ich blieb im Bett sitzen, sah mich um. Ich sah die Wánde des Zimmers. WeiB. Ohne Tapete. Einfach gestrichen. Ein weiB lackierter Kleiderschrank, in dem mein Wintermantel hing und einige Hemden lagen. Meine Eltern