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Juden ín MngamJuden siedelten sich auf ungarischem Boden in Pannonién zur Römerzeit an. Sie folgten den römischen Legionen und kamen meistens aus der syrischen Stadt Emesa; ihre Spuren sind entlang der Donau und in Transdanubien (Westungarn) auffindbar. Jüdische Grabsteine und Gegenstände mit jüdischen Symbolen erinnern an sie. In Intercisa (heute Dunaújváros) gab es eine Synagoge, und neueste Forschungen stießen auf die Erwähnung einer weiteren Synagoge in Mursa (Esseg, heute Osijek, Jug.). Aus der Zeit der Völkerwanderung ist über Juden in diesem Gebiet nichts bekannt. Hundert Jahre nach der Landnahme der Ungarn im Karpatenbecken finden sich hier wieder Juden. Sie kamen aus Österreich, Deutschland und Mähren. Gesetze von König Ladislaus I., dem Heiligen, aus dem Jahre 1092 untersagten den Juden die Ehe mit einer Christin und verboten ihnen, christliche Diener zu halten. Dekrete von König Koloman Könyves aus dem Jahre 1100 regelten ihre Geldgeschäfte. Das Konzil zu Esztergom machte es den Juden bereits Anfang 1114 unmöglich, Ackerbau zu betreiben, und nötigte sie so, sich dem Handel und Geldgeschäften zuzuwenden. Die Goldene Bulle" von König Andreas aus dem Jahre 1222 enthält weitere Berufsbeschränkungen: die Juden durften keine öffentlichen Ämter bekleiden. In jener Zeit wohnten sie in den Städten Esztergom (Gran), Székesfehérvár (Stuhlweißenburg), Sopron (Ödenburg), Pozsony (Preßburg, heute Bratislava,CSSR) und Nagyszombat (Tyrnau, heute Trnava, CSSR). König Béla IV. rief sie nach dem Mongolensturm auch nach Buda (Ofen) und erteilte ihnen 1251 ein Landesprivileg. Das Konzil zu Buda im Jahre 1279 verordnete, daß Juden ein rundes Abzeichen aus rotem Tuch auf ihrer Bekleidung zu tragen haben.König Ludwig I., der Große verbannte die Juden 1360, rief sie aber fünf Jahre später wieder ins Land. Zur Zeit von König Matthias wurde das Amt des Praefectus Judaeorum begründet, das Angehörige der Familie Mendel bis 1539 bekleideten. Sie waren die Vermittler zwischen dem König und den Juden, waren für die Eintreibung der Steuer verantwortlich, erschienen bei Festlichkeiten am Hof und waren vom Tragen des Judenabzeichens befreit. König Ludwig II. (1516-1526) verstaatlichte auf Anraten seines aus Spanien stammenden Schatzmeisters Imre Fortunatus die ungarischen Güter der Familie Fugger. Gegen Ende des Mittelalters werden von den Quellen in achtunddreißig ungarischen Ortschaften Juden erwähnt. Urkunden berichten von zahlreichen Synagogen und jüdischen Friedhöfen. Die Archäologen erschlossen jedoch nur vier Synagogen: zwei in Sopron und zwei in Buda. Grabsteine wurden in Buda, Nagyszombat, Szakolca (Skalitz, heute Skalica, CSSR) und Sopron aufgefunden. Zeugnisse des geistigen Lebens der Juden sind noch spärlicher. Fragmente ihrer handgeschriebenen Bücher werden als Einbandstafeln in ungarischen Archiven und