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Boris Paton - UNESCO Kurier 4/1982 [antikvár]

UNESCO Kurier 4/1982 [antikvár]

Boris Paton, Jurij Assejew

 
Diese Miniatur aus einer Handschrift des 15. Jahriiunderts stellt die Legende der Gründung von Kiew, wie sie in der berühmten Nestorchronik erzählt wird, dar. «Es waren drei Brüder, der eine nannte sich Kij. der andere Schtschek. der dritte Choriw, und eine Schwester Lybed und sie gründeten eine Stadt, die sie nach dem Ältesten von ihnen Kiew nannten.» 1500 Jahre Kultur von Kiew Von Pawlo Zagrebelnij Während der Grabungen auf den Hügeln von Altkiew wurden Gegenstände wie Münzen, Armreife und Fibeln entdeckt, die von den...
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Diese Miniatur aus einer Handschrift des 15. Jahriiunderts stellt die Legende der Gründung von Kiew, wie sie in der berühmten Nestorchronik erzählt wird, dar. «Es waren drei Brüder, der eine nannte sich Kij. der andere Schtschek. der dritte Choriw, und eine Schwester Lybed und sie gründeten eine Stadt, die sie nach dem Ältesten von ihnen Kiew nannten.» 1500 Jahre Kultur von Kiew Von Pawlo Zagrebelnij Während der Grabungen auf den Hügeln von Altkiew wurden Gegenstände wie Münzen, Armreife und Fibeln entdeckt, die von den ersten Jahrhunderten der frühen Gründung der Stadt zeugen. Links eine anthropomorphe Fibel aus Silber vom 6. bis 7. Jahrhundert n. Chr. Die Geschichte Kiews läßt sich über mehr als looo Jahre zurückverfolgen. Die erste urkundliche Erwähnung findet die Stadt in der Nestorchronik, die im 11.Jahrhundert von einem Mönch des Höhlenklosters von Kiew (Lawra) verfaßt wurde. Nestor läßt die Geschichte der einstigen Hauptstadt Rußlands mit dem Jahr 862 beginnen, befaßt sich aber auch mit den fernen Ursprüngen des alten Rus und den ersten Fürsten von Kiew. Er erzählt die Legende von drei Brüdern und deren Schwester, die im Land der «weisen und 4 vernünftigen» Polianen eine Stadt gründeten. «Sie waren drei Brüder, Kij, Schtschek und Choriw, und eine Schwester mit dem Namen Ljbed. Kij besetzte die Anhöhe, auf der sich heute das St.-Boris-Tor befindet, Schtschek ließ sich auf dem heute Schtsche- Pawlo Arkhipowitsch Zagrebelnij, bedeutender ukrainischer Schriftsteller, ist Erster Sekretär der Ukrainischen Schriftsteller-Union; Träger des Schewischenko-Literaturpreises und Verfasser vieler historischer Erzählungen, Kurzgeschichten, Dramen, Filmmanuskripte und Lieder. kowiza genannten Hügel und Choriw auf einem dritten, dem heutigen Choriwiza, nieder. Und sie gründeten eine Stadt, die sie nach dem ältesten von ihnen Kiew nannten.» Wir wissen jedoch, daß die Stadt schon lange vor der in der Nestorchronik d^ngtxxom-menen Gründungszeit bestand. Die Legende von der Erbauung von Kiew wird bereits im 7. Jahrhundert vom armenischen Geschichtsschreiber Zenob Glak erzählt. Außerdem nennt der byzantinische Kaiser Konstantinos Porphyrogennetos Kiew im 9.Jahrhundert Sambatas, ein Name, den man zum erstenmal in einer byzandnischen Inschrift aus dem Jahre 559 erwähnt findet. Arabische Geographen des g. und 10. Jahrhunderts, Ibn Chordadhbeh und Al-Ma-sudi, sowie der arabische Schriftsteller Ibn Fadian, der im 10. Jahrhundert lebte, der Bischof Thietmar von Merseburg und der sächsische Chronist des i I.Jahrhunderts Adam von Bremen beschreiben die Stadt in einer Weise, die oft deren Bedeutung und Reichtum zu übertreiben scheint. Thietmar von Merseburg (975—1018) stellt Kiew in seiner Chronik (1018) beispielsweise als eine königliche Residenzstadt mit 400 Kirchen, acht Märkten und einer ungeheuer zahlreichen Bevölkerung dar. Das heutige Gebiet von Kiew war bereits zur Zeit der Skythen und deren geheimnisumwitterten Vorgänger, der Kimmerier, bewohnt. Die Stadt Gelon, bei Herodot der Sitz der Budinoi, eines mit den Skythen verbündeten Stammes, war vielleicht das alte Kiew. Hierauf scheint hinzuweisen, daß im I I.Jahrhundert ein Fluß und eine Vorstadt von Kiew Schelon hießen. Herodot schreibt (Geschichte IV, 108): «Die Budinoi sind ein volksreicher Stamm. Sie haben blaue Augen und rote Haare. Auf ihrem Gebiet befindet sich eine aus Holz erbaute Stadt namens Gelon. Die hohe Umfassungsmauer ist auf jeder Seite 30 Stadien lang. Auch sie ist aus Holz wie die Häuser und die Tempel.» Auf seinem Feldzug gegen die Skythen soll der Perserkönig Darius in deren Gebiet und in das ihrer Verbündeten, der Budinoi und Gelonoi, eingedrungen sein und die Stadt Gelon in Brand gesteckt haben.

Termékadatok

Cím: UNESCO Kurier 4/1982 [antikvár]
Szerző: Boris Paton Jurij Assejew
Kiadó: UNESCO
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Boris Paton művei
Jurij Assejew művei
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