Bővebb ismertető
1. In der aufgezeichneten Geschichte der Hydrotherapie, der Badeliultur verl^ündete Hippol^rates das erste Mal diese Ideen mit den Worten: „die riatur heilt alle Kranltheiten". In seiner Zeit und auch seitdem kämpften die Ansichten, Auffassungen der verschiedenen Lebensweisen, Heilpraktiken gegeneinander an und fanden gleichzeitig nebeneinander Platz. Mal trug die eine, mal die andere den Sieg davon oder verblaßte die eine neben der anderen. Es gab Zeiten, als die Menschen lieber an das Qeheimnisvolle, den Aberglauben, das Okkultische glaubten. Das Leben siedelte sich aber immer in der Nähe des belebenden Elements, des Wassers an. Die Wurzeln des Sauberkeits-, Ritual-und Qlaubenskults waren mit der Entstehung der altertümlichen Siedlungen verbunden.
Die Traditionen der aufeinanderfolgenden Jahrhunderte schufen gebildete Kulturen, welche das technische, künstlerische und Bildungsniveau des jeweiligen Zeitalters und auch die dem Erfahrungsstand der Epoche entsprechende Naturheilkunde mit Tausenden von Fäden miteinander verflochten.
Auf der Grundlage der Arbeit der die Erde erkundenden Geologen, Chemiker, Physiker, Archäologen, aus den Studien der Höhlenforscher, Baineologen, Medizinforscher können wir uns heute ein richtiges Bild über all die Wunder des nicht nur belebenden sondern auch heilenden Wassers verschaffen.
Am Morgen der Heuzeit könnte man vielleicht Paracelsus, den ausgezeichneten latrochemiker - die Wissenschaft der Arznei-mittelherstellung -, den „Wunderarzt", den Medizinprofessor der Baseler Universität, den Philosophen und Bahnbrecher der modernen Chemie, als Pionier der Wasser- und Naturheilkunde bezeichnen. Er behauptete, daß das Ziel der Chemie nicht das Qoidmachen sondern die Herstellung von Arzneimitteln ist und daß der Weg zur Heilung über das Kennenlernen der I^atur führt. Später verkündete der Schlesier Hahn, dann W. Priesnitz die Rolle einer Anwendung des Wasser, des heilenden Wassers. Danach kam der auch die Diäthetik ergänzend verwendende J. Schroth. Nachfolgend reformierten hintereinander Rausse, Rikli und Kneipp die Hydrotherapie. Die Licht-und Luftbäder, die Dampfbäder, die Massage, die Kaltwasserkuren, die als puritan zu bezeichnende, Training und Regelmäßigkeit beanspruchende gesunde Lebensweise wurden in ihren Spuren zur lehrenden Indikation.
In den Gewohnheiten, in der Lebensphilosophie, in den, die sich entwickelnde Lebensführung unterstützenden Mechanismen der Verbürgerli-chung fanden immer mehr gesunde Auffassungen und Methoden ihren Platz, die dann auch in die Praktiken der Kurorte integriert wurden. Solche waren z.B. die aktive Bewegung, die Trinkkuren, die vegetarische Lebensweise, die Milch- und Traubenkuren, die Renaissance der Anwendung von Heilpflanzen, das in den Vordergrundrücken der Wahl der mikroklimatischen Verhältnisse und der Plätze der Kur- und Badeori:e und später ihre, dem steigenden Bedarf" angep^te Entwicklung. Im Ergebnis dieser Aspekte kam der Uriaub - für gewisse Schichten - in Mode. So entstand der eigenartige Zweig des einheimischen und internationalen Fremdenverkehrs, der auf dem lokalen Kurortangebot basierende „Heiltourismus". Schritt für Schritt kam es - in der Wechselwirkung von Wissenschaft und Technik - zur Anwendung des „Magnetismus", der Elektrizität, des „Blitz-Sandbades", der Lehmpackungen, der „vibrierenden (maschinellen) Massage, der Heilgymnastik, des Arsenals der verschiedenen, sich schnell und kontinuieriich modernisierenden, die Badeheilkunde unterstützenden Mittel und Instrumente. In den Regionen, wo die medizinische Wissenschaft Fortschritte machte, entwickelte sich auch
Ungarische Bäder
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