Bővebb ismertető
EINLEITUNGDas Interesse für Bauernmöbel ist noch nicht alt, in Europa erwachte es erst 7 vor kaum mehr als hundert Jahren. Je mehr die alten Truhen, Tische und Stühle herkömmlicher Herstellungsart aus den Stuben und Kammern und auch von den Dachböden der Bauernhäuser verschwanden, desto mehr wendete sich ihnen das Interesse des modernen Menschen zu. Als zur Zeit der Aufklärung die Bauernkultur entdeckt wurde, fand man die Möbel noch kaum der Erwähnung wert, erst dank der großangelegten Industrie- und Handwerks-Ausstellungen in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde man in den Städten auf das Mobiliar der Bauernhäuser aufmerksam und fing es zu schätzen an.Auch die ungarischen Bauernmöbel wurden durch Ausstellungen bekannt. Unter den Gegenständen, die bei der Pariser Weltausstellxmg vom Jahre 1867 einen Eindruck vom Leben und der Tätigkeit des ungarischen Bauern vermitteln sollten, befanden sich angeblich bereits einige schöne Truhen. Auf der Wiener Weltausstellimg des Jahres 1873, auf der Budapester Landesausstellung des Jahres 1885 und auf der Millenniumsausstellung des Jahres 1896 konnte man dann schon vollkommen eingerichtete Bauernstuben und -häuser sehen.Das Material, das man auf diesen Ausstellungen dem Publikum gezeigt hatte, bildete den Grundstock für die Sammlung ungarischer Möbel im Ethnographischen Museum. Ein altes Inventar bezeugt, daß in der 1872 eröffneten einschlägigen Abteilung des Nationalmuseums 1885 bereits 2387 ethnographische Gegenstände von verwandten Völkern oder aus anderen entfernten Ländern zu sehen waren, während die ungarische Bauernkultur zunächst nur durch ein einziges Möbelstück vertreten war. Es handelte sich um eine Truhe, die bereits auf der Landesausstellung vom Jahre 1885 ausgestellt worden war. Mihály Mimkácsy hatte diese Truhe als Lehrling 1857 bemalt, und als der nachmalige große Maler durch seine Pariser Erfolge berühmt geworden war, hatte die Familie des Meisters das Möbelstück ins Museum gebracht (Tafel 10). Später kamen dann die Bauernmöbel, die auf den Ausstellungen der Jahrhundertwende und etwas später auch jene, die auf der Wiener Weltausstellung ausgestellt worden waren, in das Ethnographische Museum und bereicherten seinen Bestand.