Bővebb ismertető
' 'i ' ' . M', ! - \ ^ . I , ! I / L l^Clii:EINLEITUNGGewisse Dinge, die den älteren Generationen geläufig und vertraut waren, wandeln sich mit wachsendem Abstand von der Jahrhundertwende zu immer undeutlicheren, nur noch schwer faßbaren Begriffen, mit denen unsere Jugend kaum noch etwas anzufangen weiß. Die raschen naturwissenschaftlichen und technischen Fortschritte lenken das Interesse in zunehmendem Maß auf sich und drängen andere, beschaulichere Tätigkeitsbereiche in den Hintergrund. Manche Begriffe gewannen neuen Inhalt und ließen ihren Ursprung allmählich in Vergessenheit geraten, sie wurden zu historischen Reminiszenzen. So erging es auch der Volkskunst.Heute gibt es immer weniger Menschen, die sich unter dem Wort Volkskunst überhaupt noch etwas Greifbares vorzustellen vermögen. Dennoch ziehen die Volkskunst-Erzeugnisse nach wie vor die Aufmerksamkeit aller Kunstsinnigen auf sich, und die Geübteren wissen das Alte vom Neuen sehr wohl zu unterscheiden. Suchen wir zunächst zu klären, was man unter Volkskunst versteht, welchen Platz sie iimerhalb des gesamten Kunstschaffens einnimmt und welcher inhaltliche Unterschied zwischen der alten und der neuen Volkskunst besteht, vor allem was die Töpferei anlangt, mit der wir uns hier näher beschäftigen wollen.Welche Art künstlerischer Betätigung kann als Volkskunst gelten? Wir möchten die Volkskunst auf die Bauemkunst beschränken und sagen, sie ist das ästhetisch ansprechende Arbeitsprodukt einer bestimmten Gesellschaftsklasse eben der Bauernschaft , nicht aber eines ganzen Volkes. Entscheidend ist, für wen und von wem die Erzeugnisse der Volkskunst hergestellt werden. Wendet man diese beiden Hauptkriterien auf die verschiedenen Zweige der Volkskunst an, ergibt sich ein ziemlich kompliziertes Bild, das Anlaß zu den erwähnten Meinungsverschiedenheiten gibt.Die Volkskunst gliedert sich in zahlreiche Zweige, unter denen auch die darstellende, die Baukunst und verschiedene Sparten des Kunstgewerbes vertreten sind. Ihre Erzeugnisse werden entweder zur Gänze von Bauern angefertigt oder von ihnen unter Zuhilfenahme von Erzeugnissen gelernter Handwerker bzw. der Fabriken zustandegebracht. Trotz ihrer Zusammensetzung aus solch unterschiedlichen Elementen bilden sie letzten Endes ein einheitliches Ganzes, das zu Recht als Produkt der Volkskunst gilt. Am besten