Bővebb ismertető
Vorwort Die Niederwerfung des ungaríschen Volksaufstandes 1956 bedeutete nach dem Zweiten Weltkríeg eine neuerliche Tragödie für das ungarísche Volk. Weit über 200.000 Ungarn flüchteten aus ihrem Land, der GroBteil davon nach Österreich. Österreich, das selbst gerade seine Freiheit wiedergewonnen hatte, stand plötzlich vor der Aufgabe, für die Unterbríngung und die schulische Ausbildung der vielen jungen ungaríschen Flüchtlinge zu sorgen. Die Ausstellung Ungarísche Mittelschulen in Österreich nach 1956" dokumentiert dieses ganz besondere Kapitel des österreichischen Schulwesens der Nachkríegszeit. Bis zum Jahr 1963 habén an den fünf ungaríschen Gymnasien über 800 Schülerinnen und Schüler die Reifeprüfung abgelegt. Die Hinführung der Flüchtlingskinder zur Matúra war aber zweifellos nicht die einzige Aufgabe dieser besonderen Schulen. Sie wirkten vielmehr auch als erster Indikationspunkt und integrierender Faktor für die jungen Flüchtlinge in einem fremden Land. Die ungaríschen Mittelschulen habén wesentlich dabei mitgewirkt, daB dieses fremde Land für viele ungarísche Kinder und Jugendliche nach einer abenteuerlichen undgefáhrlichen Flucht zu einer neuen Heimat werden konnte. Dies ist gelungen, ohne daB die Schülerinnen und Schüler ihre Wurzeln vergessen habén, wie die Aktivitáten vieler ungarischer Vereine und Organisationen in ganz Österreich heute noch beweisen. Die ungaríschen Mittelschulen dürfen nicht bloB als eine Facette der Flüchtlingsgeschichte in Österreich gesehen werden. Sie waren ganz besondere Schulen, deren Lehrerinnen und Lehrer in einer schwierigen Situation ganz besonderes geleistet habén, indem sie ihre Schüler nicht nur zur Reifeprüfung geführt, sondern sie auch darauf vorbereitet habén, eine Existenz in einer fremden Welt aufzubauen. Ich wünsche den Veranstaltem dieser auBergewöhnlichen Ausstellung viel Erfolg und allén Besucherinnen und Besuchern einen interessanten Rundgang durch die Schauráume.