Bővebb ismertető
Einleitung
Der vorliegende Band dieses wirtschaftsstatistiscben Handbuches bezweckt die bereits im vorigen Jahrgange versuchte Prüfung der Frage, wie die allgemeine Weltwirtschaftskrise die Gesamtheit und die verschiedenen Zweige der Volkswirtschaft Ungarns beeinflusst hat, an der Hand der neuesten Daten des Wirtschaftsjahres 1931/32 zu beantworten. Das zur Lösung dieser Aufgabe nötige statistische Material entstammt verlässlichen amtlichen Quellen, für die Aufarbeitung der Daten sind jedoch lediglich die einzelnen Mitarbeiter des Büches verantwortlich.
Bevor wir unser Buch der Druckpresse übergeben, sei es uns gestattet, die an dieser Stelle bereits im Vorjahre hervorgehobene Notwendigkeit eines engere'n wirtschaftspolitischen Zusammenschlusses zwischen den Nachfolgestaaten der ehemaligen Donaumonarchie nochmals zu betonen. Wohl haben im Laufe des letzten Jahres jene, die zur Überzeugung gelangt sind, dass die von diesen Ländern nach dem Weltkriege befolgte «autarkischie Wirtschaftspolitik» absolut versagt habe, an Zahl gewiss zugenommen. Leider muss jedoch gleichzeitig festgestellt werden, dass von dieser Erkenntnis noch ein siehr weiter Weg zu einer solchen befreienden Tat führt, welche vom grossen Dichterfürsten Weimars vor mehr als 100 Jahren als «des echten Mannes v.'ahre Feier» bezeichnet wurde.
Das zerklüftete Mitteleuropa lechzt nach einen staatsmännischen Organisator, der berufen wäre, seine aus den Fugen gegangene Wirtschaftspolitik wieder aufzubauen. Solange eine solche überragende Persönlichkeit auf der politischen Bildfläche nicht erscheint, kann man den heutigen Zustand der zentraleuropäischen Wirtschaftspolitik vom höheren Standpunkte der weltwirtschaftlichen Vernunft nur als ein unwillkürliches Experiment zur Verhöhnung der Grundsätze des englischen Rechtsphilosophen Jeremy Bentham gelten lassen. Während nämlich dieser berühmte Gelehrte den Zweck des Staates darin erblickte, das «grösstmögliche Glück der grösstmöglichen Anzahl von Staatsbürgern» zu verwirklichen, hat die Zerrissenheit der mitteleuropäischen Wirtschafts- und Finanzorganisation bereits ein sol-