Bővebb ismertető
I. Im Spiegel der FaktenAm 16. Juni 1989 starrt Herr Kovacs, den wir hier einmal stellvertretend für jeden ungarischen Staatsbürger nehmen, bestürzt auf seinen Fernseher. Das Fernsehen übertrug das Begräbnis des Ministerpräsidenten der ungarischen Revolution von 1956, Imre Nagy, der den Märtyrertod starb. Im Laufe der Zeremonie wurde das ,,soziaUstische" System schonungslos kritisiert, freie Wahlen, Systemwechsel gefordert. Herr Kovacs hat das Gefühl, in Ungarn bewegt sich etwas.Am 23. Oktober 1989 sitzt Herr Kovacs wieder vorm Fernseher. Er sieht, wie vom Balkon des Parlamentsgebäudes der einstweilige Präsident der Republik, Mátyás Szűrös - sichtlich bewegt - die Schaffung der Republik Ungarn verkündet. Herr Kovacs selbst ist berührt, er kämpft mit seinen Tränen. Er glaubt, daß von nun an alles unumkehrbar ist.In der Nacht des 25. März 1990 schaut Herr Kovacs ebenfalls auf den Bildschirm. Er wartet auf die neuesten Nachrichten. Er weiß noch nicht, wer und mit welcher Mehrheit die Wahlen gewonnen hat, aber er weiß, daß es mit dem alten System endgültig aus ist.Am 22. Juni 1990 hört Herr Kovacs in der Tagesschau die Worte des Verteidigungsministers, Lajos Für: ,,Ich melde der Nation, daß am heutigen Tag auch der letzte sowjetische Soldat das Land verlassen hat". Herr Kovacs sitzt wortlos und starrt vor sich hin. Er kann es kaum fassen, daß dies noch zu seinen Lebzeiten geschieht: seine Heimat ist endgültig frei. Er kann es kaum