Bővebb ismertető
Zum Geleit1.Die Neugier regt die wissenschaftliche Arbeit an. Sie hält manch eine Forschungseinrichtung auch in Zeiten verordneter Sparmaßnahmen am Leben, wenn sie sich mit kritischen Selbstbetrachtungen paart. Das gespannte Interesse des 1962 gegründeten Ungarischen Instituts München an seinen Tagesaufgaben gilt jedenfalls von Anbeginn zugleich der Frage, warum es sinnvoll sei, auf bayerischem Boden fortzubestehen und dabei die vorliegende Zeitschrift herauszugeben.In der eigenen Antwort schwang in allen bisherigen Phasen der Institutsgeschichte der Anspruch mit, Ungarn als Staat und Nation einerseits immer auch von seinen Nachbarn aus, andererseits nie aus nur einer Bewertungsperspektive zu betrachten. Leitung und Mitarbeiter, seien sie Ungarn, NichtUngarn oder gemischter Nationalität, wußten - und wissen -um die aufhellenden Impulse der Außensicht und der Methodenvielfalt. Ungarn-Studien, die territoriale Trennlinien im Karpatenbecken und in den Nachbarregionen sowie die Schranken einzelner Wissenschaftszweige überschreiten wollen, müssen jedoch in der Lage sein, aus den Quellen auch Innensichten zu entwickeln. Durch die Verschiedenartigkeit ihrer Ausgangspunkte, Vorgehensweisen und Zielgebiete sollten sie sich dreifach mit einem weiten Horizont wappnen, der ihren Charakter als interdisziplinäre Regionalwissenschaft festigt. Dieses Gemisch von Anforderungen liegt dem konzeptionellen Selbstverständnis des ,Ungarn-Jahrbuch' von Anbeginn eher selbstredend als verkündet zugrunde.i"' ;Die Überlegungen zur Begründung dieses Projekts, die vor 35 Jahren den ersten Band einführten, blickten hauptsächlich auf die übergeordnete Fächerlandschaft hinaus. Sie stützten sich auf das Hauptargument, daß die urüversitäre und außeruniversitäre Wissenschaftlichkeit westlich von Ungarn seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges Regionaldisziplinen Vorrang einräume, deren Zugang zum Reichtum der historischen Überlieferungen nichtslawischer Völker im Osten Europas anlagenbedingt verengt, bisweilen sogar verwehrt sei. Dieser Befund hat seinen Wahrheitsgehalt über die Jahre bewahrt und reichert sich neuerdings insbesondere im Universitätsbetrieb Deutschlands mit beredten Nachweisen an. Um zeitgeschichtliche Aspekte erweitert, leitet er dazu an, fachwissenschaftliche Erträge ungarischer Thematik in deutscher oder einer anderen Weltsprache in regelmäßigen Abständen zu veröffentUchen, um ihre Herkunftsfelder im Rahmen