ABHANDLUNGENgábor Barabás, PécsPrinz Koloman und Herzogin Viola von Oppeln Beitrag zu einem historiografischen Disput*Am 23. Dezember 1233 wurden zwei Urkunden in der päpstlichen Kanzlei für Prinz Koloman/ den zweiten Sohn des ungarischen Königs Andreas II. ausgestellt,^ der seit 1226 - nach seinem Bruder, dem späteren König Béla IV. - als dux Slawonien regierte.^ In diesem Fall ist allerdings nicht nur die Tatsache bemerkenswert, dass Papst Gregor IX. sich statt des Königs an einen ungarischen Prinzen wandte, sondern auch die Form...
ABHANDLUNGENgábor Barabás, PécsPrinz Koloman und Herzogin Viola von Oppeln Beitrag zu einem historiografischen Disput*Am 23. Dezember 1233 wurden zwei Urkunden in der päpstlichen Kanzlei für Prinz Koloman/ den zweiten Sohn des ungarischen Königs Andreas II. ausgestellt,^ der seit 1226 - nach seinem Bruder, dem späteren König Béla IV. - als dux Slawonien regierte.^ In diesem Fall ist allerdings nicht nur die Tatsache bemerkenswert, dass Papst Gregor IX. sich statt des Königs an einen ungarischen Prinzen wandte, sondern auch die Form dieser Mandate. Sowohl Koloman als auch sein Bruder, Béla IV., tauchten bereits mehrmals als Adressaten von Papsturkunden auf, Béla sogar während des Pontifikats des Vorgängers von Gregor IX., Honorius III.'' An den ältesten Sohn, König Andreas 11. wurde unter anderem wegen der Verleihungspolitik seines Vaters geschrieben. In einem Brief, der auf den 15. Juli 1225 datiert ist, wurde er durch das wohl bekannte Dekret intellecto iam dudum aufgefordert, die zum Nachteil des Reiches und des Königtums von seinem Vater durchgeführten Veräußerungen von Krongut in seinem Reichsteil zurückzunehmen.' Der rex iunior wurde später als Prinz von Siebenbürgen aufgefordert, hinsichtlich der Mission der Kumanen zu wirken.^ Was seinen jüngeren Bruder, Prinz Koloman, betrifft, wurde er einige Monate vor den genannten Mandaten von päpstlicher Seite zum ersten Mal kontaktiert. Gregor IX. emp-Die Forschungen zu diesem Beitrag wurden vom Ungarischen Förderungsfonds der Wis-senschaftUchen Forschung (OTKA NN 109690) und vom Stipendium des Deutschen Historischen Instituts Warschau ermöglicht sowie vom Ungarischen Kulturinstitut Warschau gefördert.Korai magyar történeti lexikon 316 (Tibor Almási). Potthast Nr. 9349 und Nr. 9352; RGIXI, Nr. 1649. Vgl. Font: Árpád-házi l
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