Bővebb ismertető
Zum Geleit
Im 19. Jahrhundert war München eine der großen Kunstmetropolen Dieter Rampl
Europas. Aus den USA, Rußland, England, Griechenland, Polen und vie- Mitglied des Vorstandes
len anderen Ländern kamen junge Künstler, um an der Akademie der der Bayerischen Vereinsbank Bildenden Künste oder an einer der privaten Kunstschulen zu studieren.
Eine besondere Anziehungskraft hatte die Stadt für junge ungarische Maler, die es in großer Zahl nach München zog. Für einige blieb München Ausbildungsstation neben Wien und Paris, andere ließen sich, angezogen vom lebhaften kulturellen Leben der Stadt, ganz hier nieder.
Die Bezüge der ungarischen Malerei des späten 19. Jahrhunderts zur Münchner Schule zu untersuchen, ist daher ein vielversprechendes und spannendes Unterfangen. Für die Bayerische Vereinsbank bedeutet dieses Thema eine willkommene Fortsetzung des Engagements auf dem Gebiet der Münchner Malerei, dem wir seit einigen Jahren Ausstellungen, etwa über die »Künstlerfamilie Kobell« und »Julius Schnorr von Carolsfeld«, widmen.
Für die Anregung zu dieser Präsentation gilt unser Dank der »Deutsch-Ungarischen Gesellschaft« in München und ihrem Präsidenten Herzog Max in Bayern. Dem Vizepräsidenten der Gesellschaft, Herrn Dr. Georg von Sárközy, möchten wir besonders danken. Er hat die Realisierung der Ausstellung mit unermüdlichem persönlichem Einsatz vorangetrieben. Die hohe Wertschätzung, die Herr Dr. von Sárközy dem Maler Mihály Munkácsy entgegenbringt, war einer der wichtigen Impulse für dieses Projekt, das sich dann in zahlreichen Gesprächen zu seiner heutigen Dimension ausgeweitet hat.
Die Ungarische Nationalgalerie hat uns nicht allein hochrangige Werke aus ihrem Bestand, sondern auch die große Sachkompetenz ihrer Kuratoren zur Verfügung gestellt. Dank gebührt Herrn Dr. Loránd Bereczky, dem Generaldirektor der Ungarischen Nationalgalerie, ebenso wie den Kuratorinnen, Frau Dr. Zsuzsanna Bakó und Frau Dr. Anna Szinyei Merse für ihr freundliches Entgegenkommen.
Das Generalkonsulat und die Botschaft der Republik Ungarn haben durch die Unterstützung unseres Vorhabens zum Gelingen der Ausstellung maßgeblich beigetragen. Herrn Generalkonsul Jenö Udvardy sei hierfür unser herzlicher Dank ausgesprochen.
Vor den Bildern dieser Ausstellung gibt es viel Neues zu entdecken, aber auch Bekanntes wiederzuerkennen: Themen der ungarischen Geschichte, dargestellt aus einer Münchner Maltradition. Den Starnberger See oder das Hofbräuhaus aus ungarischer Sicht. So hoffen wir, daß die Bilder dieser Ausstellung Brücken schlagen können zwischen zwei Kulturen, die sich, wie diese Epoche der Kunstgeschichte belegt, traditionell nahestehen.