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mEinleitungSeptember 1944 - ich stand in Budapest an der Kettenbrücke über die Donau und sah den Vorbeimarsch einer Panzerdivision - es war die 3. Deutsche die den heranrückenden roten Armeen entgegenmarschierte. Um diese Zeit hatten die Russen bereits die Karpathen überschritten. Ungarn war zu einem wichtigen Aufmarschgebiet der Deutschen geworden, auf dem sie mitihren noch verfügbaren und einsatzfähigen Truppen einen Gegenangriff gegen die sowj etischen Heere führen wollten.Über dem ganzen Lande aber und dem Leben des ungarischen Volkes lag schon seit Monaten der düstere Schatten der berüchtigten Gestapo.Herbst 1956, zwölf Jahre später, zwölf schwere Jahre für das ungarische Volk und auch für mich - und wieder stand ich an der Kettenbrücke in Budapest, und wieder fasselten Panzer an mir vorüber, sowjetische Panzerdivisionen dieses Mal. Sie zogen, nachdem sie die Erhebung des ungarischen Volkes überrollt hatten, jetzt nach Westen, um die Landesgrenze zu besetzen und den eisernen Vorhang wieder herabzulassen, der Ungarn von der freien Welt und von jedem freien Gedanken isoliert hatte und nach kurzer Pause erneut isolieren sollte. Und wieder lag über dem ganzen Lande und allem Leben in Ungarn der Schatten einer berüchtigten Organisation - die russische NKWD überwachte offen und insgeheim jedermann auf Schritt und Tritt, und zahllose Verfolgte fielen ihr zum Opfer.Schweren Herzens stand ich da mit meinem gepackten Rucksack. Tatenlos mußte ich, wie im Herbst 1944, den Vorbeimarsch fremder Truppen ansehen. Ich war mir bewußt, daß es für mich keine Möglichkeit gab, in meiner ungarischen Heimat zu bleiben. So schmerzlich der Abschied war, ich hatte doch die fremde, freie Welt gewählt und stand im Begriff, den Weg dorthin anzutreten. Gleich mir hatte auch die ganze Nation die Ereignisse der letzten Tage tatenlos über sich ergehen lassen müssen. Gegen die Übermacht der sowjetischen Panzer war eben keine Auflehnung, kein Widerstand mehr möglich.