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ERSTES KAPITEL
Wenn die Gäste des Hotels Leopardi den Maultierpfad emporstiegen, der sich durch einen Pinienwald am Berghang hinaufwand, so kamen sie an der weißen, halb hinter Oliven, Mimosen und Apfelsinenbäumen versteckten Villa Martin Frenshams vorüber. Die Villa stand in einem winzigen, abgeschlossenen Tal, durch das ein wasserarmer Wildbach rieselte, der nur nach heftigen Regengüssen schäumend über die weißen, glattgeschliffnen Fels blocke brauste. Jenseits der Pinienwipfel dehnte sich lapislazuliblau das Meer. Beim Morgengrauen und beim Sonnenuntergang leuchtete es blutrot wie Wein.
Alle neuankommenden Gäste wurden sogleich auf das weiße Haus aufmerksam gemacht.
„Dort oben liegt Martin Frenshams Villa!"
„Martin Frensham — der Dramatiker?" „Ja."
Belustigend wirkten die verschiedenen Urteile und Bemerkungen, die über Frensham, sein Haus, seine Stücke und seine Laufbahn gewechselt wurden. Die Durchschnittsmenschen dachten zuerst an Frenshams geschäftliche Erfolge.
„Der Kerl muß einen Haufen Geld verdient haben! Zwei Schlager in einer Spielzeit."
„Ich kann diesen Stücken keinen Geschmack abgewinnen. Ein leeres Wortgeklingel."
Gewöhnlich hatte der betreffende Kritiker, der sich so verächtlich über den Dramatiker äußerte, sein Leben mit