Bővebb ismertető
Romy Forster stand vor dem Frisiersalon Kleemüller und wartete auf ihre Zwillingsschwester Mae. Sie wirkte sehr schmal und sehr schlank in dem durchgeknöpften blauen Leinenkleid mit dem kleinen weißen Kragen, ein nettes, aber durchaus unauffälliges junges Mädchen.Ungeduldig blickte sie auf ihre Armbanduhr. Es war sieben Uhr vorbei, und sie mußten noch nach Hause, sich umziehen und schön machen. Heute abend durften sie den Vater, Prokurist bei Heinemann & Co. zum Betriebsfest seiner Firma begleiten, ein Ereignis, auf das sie sich schon seit Wochen freuten.Trotzdem sah es Mae natürlich ähnlich, daß sie das, schusselig wie sie war, vergessen hatte. Deshalb hatte Romy der Mutter versprechen müssen, Mae vom Frisiersalon, in dem sie tätig war, abzuholen.Romy versuchte, durch die Schaufensterscheibe in das Innere des Geschäftes zu blicken. Wurde drinnen noch gearbeitet? Oder war es möglich, daß Mae sich schon früher losgeeist und sie sie verpaßt hatte?Sie kämpfte mit sich, ob sie eintreten und sich vergewissern sollte, was los war. Sie wußte, das wäre das Vernünftigste gewesen. Aber sie konnte sich nicht dazu überwinden und verwünschte einmal mehr ihre Schüchternheit.Sie zuckte zusammen, als sie angesprochen wurde oder galt dieses fröhliche Hallo gar nicht ihr? Langsam drehte sie sich um.Ein Porsche hatte am Straßenrand gebremst, der Fahrer winkte ihr vergnügt zu. Sie erkannte den jungen Norbert Heinemann, den Juniorchef ihres Vaters, spürte voll Entsetzen, daß sie über und über rot wurde.