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Erstes Kapitel MR. WRENN IST EINSAM
DER Billeteur des Nickelorion-Kinos in New York ist eine in der Vierzehnten Straße wohlbekannte Persönlichkeit. Die zahlreichen Messing knöpfe auf seinem leuchtend hellblauen Rock begrüßen die Stammkunden schon von weitem, und wenn sie näher kommen, wird ihnen das freundlichste Kopfnicken des ganzen Stadtviertels zuteil. Mr. Wrenn pflegte die Vierzehnte Straße entlang zu traben, an allen anderen Kinos vorbei, nur weil er dieses herzliche Kopfnicken nicht entbehren wollte; denn abends erwartete ihn ein einsames möbliertes Zimmer, und untertags hatte er eine langweilige Arbeit, von der ihm ganz dumm im Kopf wurde.
In der Korrespondenz der Kunstartikel und Nouveau-tes-Gesellschaft figuriert er als »Unser Herr Wrenn«, der umgehend schreiben und alles höchst befriedigend aufklären wird. Mr. Wrenn, der jetzt vierunddreißig Jahre zählte, war Buchhalter in der Verkaufsabteilung der Kunstartikel-Gesellschaft. Tag für Tag saß er, über Rechnungen und lange Zahlenreihen gebeugt, an seinem Pult hinter dem Lagerraum. Er war ein bescheidener kleiner Junggeselle — ein Irgendjemand mit unauffälligen, fertig gekauften blauen Anzügen und einem kümmerlichen, nicht gerade imposanten Schnurrbart.
Heute — Historiker haben festgestellt, daß es sich um den 9. April 1910 handelt — hatte es einigermaßen verworrene Aufträge von den Detaillisten in Wisconsin gegeben, und Mr. Wrenn war von dem Direktor, Mr. Mortimer R. Guilfogle, »heruntergeputzt« worden.
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