Bővebb ismertető
VorwortSeit Jahr und Tag sdirieb ich TierAufsätze für eine unserer größten Illustrierten. Jede Wodie schickten mir dann einige Dutzend von den Millionen Lesern Briefe ins Haus und viele davon fragten, ob diese Tier=Aufsätze nidit gesammelt zu haben sind.Das hat dann schließlidi einen Verlag ermutigt, diese Aufsätze als Buch zu drucken. Mir schien dieser Gedanke etwas kühn, denn eigentlich waren meine Tierberichte ja nur für den Donnerstag und Freitag jeder Woche geschrieben, mit dem Zeitungsschicksal, schon am Sonntag vergessen zu sein. Würden sie vor ab= wägenden, bedächtigen Buchlesem bestehen körmen? Wenn sie schon Millionen Lesern bekarmt waren, würden sich dann noch genug Tierfreunde finden, die sie als Budi kaufen? Aber der Gedanke lockte mich, nicht nur für drei Tage, sondern für ein paar Jahre meine Bilder zu knipsen und meine Aufsätze zu schreiben. Und ich tröstete mich damit, daß auch die Büdier berühmter und bekannter Tierschrift= steller, wie Thompson Seton oder Kwonnesin, erst als Zeitungsaufsätze erschienen waren.So ist mein erstes Tierbuch entstanden. Kaum lag es auf den Ladentischen, da forderte man ein zweites von mir, und es kamen freundliche Anfragen anderer Verlage. Dieses Buch von Unseren Brüdern mit den Krallen ist das dritte.Seitdem meine Tierberichte an den Lesern nicht nur vorbeiflattern, sondern nachher auch als Buchkapitel beständig und gesetzt weiterleben, schreibe ich sie mit doppelter Freude. Aber ich vergesse dabei gewiß nicht, daß ich die große Zahl meiner Leser nicht einer besonderen Kunst des Erzählens oder einer dichterischen Begabung verdanke, sondern etwas ganz anderem. Nämlich der Tatsache, daß es Millionen von Menschen gibt, welche die Tiere wie ich als eine Art Brüder ansehen, wenn auch Brüder mit Krallen; als Mitgeschöpfe, die sich nicht im Grundsätzlichen von uns unterscheiden. Sie tragen die gleichen Organe im Körper wie wir, sie lieben, sie paaren sich, entwickeln sich im Mutterleibe, werden krank und sterben wie wir und empfinden und handeln sicherlich bis zu einem gewissen Grade auch ähnlich. Jahrzehntausende leben diese Brüder mit den Krallen neben uns, wir haben genau erforscht, wie sie ihre Nahrung verdauen, wie man sie gegen Rotlauf schutzimpft, was aber in ihren Köpfen vorgeht, das wissen wir nicht.