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UNSERE WELT VON GESTERN
Auf den Spuren unserer vergessenen Helden: die ersten Österreicher im Grand-Prix-Sport
Gerhard Berger, sehr elegant im Smoking, war leicht verwirrt. Der bürgerUche Tiroler hatte beim grandiosen Galaempfang von Dr. Otto von Habsburg (90) im Schloss Schönbrunn zwischen geballter Prominenz seinen aristokratischen Formel-l-Kumpel Andreas Nikolaus Ritter von Lauda aus den Augen verloren.
„Dreimal bin ich schon auf ein rotes Kappl zugesteuert, aber dann jedes Mal vor einem Bischof oder Kardinal gestanden - aber es war nie der Niki "
Die zwei lebenden österreichischen Jahrhundert-Rennfahrer waren unter den Blaublütigen und Promis, die der Sohn von Österreichs letztem Kaiser zu seinem 90. Geburtstag geladen hatte - neben dem schwedischen Königspaar, dem spanischen Thronfolger, den Staatspräsidenten der Slowakei und Estlands, den Premierministern von Bulgarien und Mazedonien, Valéry Giscard d'Estaing, österreichischen Spitzenpolitikern und kirchhchen Würdenträgern.
Gottesdienst im Stephansdom, Empfang in der Hofburg, Galadiner in der Orangerie von Schönbrunn - und an diesem 20. November 2002 natürhch Kaiserwetter. Wien war für einen Tag wieder Monarchie. Kein Wunder, dass unser dreifacher Weltmeister von ein paar Fürsten und Prinzen gefragt wurde: „Herr Lauda, fahren Sie eigentlich noch?"
Der Kaisersohn lächelte geschmeidig.
„Der Chef, wie Dr. Otto von Habsburg nicht nur im Europaparlament, sondern auch von seiner großen Familie genannt wird, hat auch viel Bezug zum Auto: „Ich war vor rund 15 Jahren Vorstandsvorsitzender von Bugatti", verriet er mir, „und ich habe den Herrn Bugatti noch persönlich gekannt." Den „Zauberer von Molsheim", dessen blaublütige Autos heute fast alle im berühmten