Bővebb ismertető
Vorwort
Wie geht es weiter mit der Sozialen Marktwirtschaft? Im Zeitalter der Globalisierung der Wirtschaft hat diese Frage noch an politischer Brisanz gewonnen. Haben die Ideen Ludwig Erhards, des „Vaters der Sozialen Marktwirtschaft" überhaupt noch eine Chance zu überleben angesichts der gewaltigen Herausforderungen des globalen Marktes?
Das Ziel Erhards war: „ nicht die freie Marktwirtschaft des liberalisti-schen Freibeutertums einer vergangenen Ära, auch nicht das ,freie Spiel der Kräfte' , sondern die sozial verpflichtete Marktwirtschaft, die das einzelne Individuum wieder zur Geltung kommen lässt, die den Wert der Persönlichkeit oben anstellt und der Leistung dann aber auch den verdienten Ertrag zugute kommen lässt" (Ludwig Erhard im August 1948).
Die nun in der 6. Auflage hier vorliegende Publikation der Landeszentrale ist bestrebt, eine allgemein verständliche Einführung in die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland zu geben. Die Broschüre befasst sich mit der Entstehung, den geistigen Grundlagen, den Leistungen, den Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Sozialen Marktwirtschaft. Sie wird hier nicht nur als Konzept der Nachkriegsentwicklung dargestellt, sondern auch als die für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung unserer freiheitlichen Gesellschaft und des demokratischen Rechts- und Sozialstaats tragende Wirtschaftsordnung. Mit ihr können auch die Probleme von heute und morgen gelöst werden.
Allerdings müssen zu ihrer Entfaltung in sozialer Sicht die wirtschaftlichen Grundfreiheiten als Ergänzung der in der Verfassung verankerten politischen Freiheitsrechte stets offen gehalten werden, denn wie Prof Müller-Armack, von dem der Begriff „Soziale Marktwirtschaft" stammt, formulierte: „Der Gedanke der Sozialen Marktwirtschaft ist kein für allemal feststehendes, statisches Konzept, sondern ein Programm der Zukunft."
Dr. Zdenek Zofka Dr. Michael Rupp
Redaktion Direktor der Bayerischen Landeszentrale
für politische Bildungsarbeit (bis 3 L 12.2002)