Bővebb ismertető
Vorwort zur ersten Auflage.
Je mehr ich aus Anlaft einer Bearbeitung der Passión mich in die letzten Reden des Herrn vertiefte, um so mehr schien es mir geboten, die Erklárung der im Johannesevangelium auf-gezeichneten Abschiedsreden und des hohepriesterlichen Ge-betes nicht in die Passionsgeschichte einzuzwángen, in welcher ihr kaum so viel Platz eingeráumt werden könnte als in den gewöhnlichen Kommentaren zum Johannesevangelium.
Wenn ich nun hier diesen letzten Reden Jesu den reich-licher bemessenen Raum einer eigenen Schrift angewiesen habe, so überhebt mich der Wert, die Bedeutung und die Schön-heit derselben der Pflicht der náheren Begründung oder Recht-fertigung. Ob diese Schrift zeitgemáB genannt werden könne, möge ein Blick in unsere Tage und ein Blick in den Haupt-titel des Buches erweisen.
In der Erklárung waltete das Bestreben, die im Text lie-genden und organisch mit ihm verwachsenen Gedanken zur Geltung und namentlich die Komposition und Gedankenfolge der Reden zur klaren Anschauung zu bringen. Eben was den Zusammenhang anlangt, wollte es mir scheinen, als ob die Vorarbeiten noch manches zu tun und zu kláren übrig ge-lassen hátten; darum wurden nach jedem einzelnen Abschnitt die beherrschenden Gedanken und Gesichtspunkte besonders herausgestellt. Der Charakter der Reden und die Rücksicht auf klareres Verstándnis bestimmten mich, den eigentlich kri-tischen Apparat in die Noten zu verlegen.
Wie in meinen Vorlesungen, so glaubte ich auch hier das praktische Gebiet, auf welchem Exegese und Homiletik sich begegnen, nicht ángstlich meiden zu sollen. Die Wissenschaft verunreinigt sich nicht durch solche Berührung mit der Praxis.