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jßine Geschichte des Tonfilms: „. . . ja, die müßte endlich geschrieben werden" (sagen die einen); „. . . ja, kann man die überhaupt schon schreiben, wir stehen doch noch mitten in der Entwicklung" (fragen die anderen) - und haben recht. Aber ebenso richtig ist es, daß in dreißig Tonfilmjahren eine Fülle von Ereignissen erlebt wurde, die Anlaß genug zu Sichtung und Beschreibung bieten.
Wenn man Glück und Freude, Genuß und Vergnügen nach Metern messen könnte, dann würden dem Film als Mittler solchen Lebensgefühls unzählige Meilen zufallen. Denn von den täglich millionenfach genossenen Abenden wohltuender Entspannung bis zu den Feierstunden echten Kunstgenusses ist vieles dem Film zu danken. Daß diese beglückenden Genüsse vorhalten können, ersieht man aus dem großen Andrang zu zahlreichen Filmkunst-Studios, die es sich zur lobenswerten Aufgabe machen, die unvergessenen und unvergeßlichen Kunstwerke des Films lebendig zu erhalten: ein neues und interessantes Erlebnis für die jüngere, eine schöne Erinnerung für die ältere Generation, die sich vielleicht schon vor Jahrzehnten an diesen Filmen erfreute. Und wie lebendig solche Erinnerungen sind, zeigten die vielen freundlichen Leserbriefe, die mich nach meiner im vorigen Jahre erschienenen „Chronik des Stummfilms" erreichten.
Zwischen jener Chronik und der des Tonfilms gibt es zwar starke innere Zusammenhänge, aber das vorliegende Buch sollte trotzdem nicht als Band II einer doppelbändigen Filmgeschichte, sondern als ein in sich geschlossenes Werk betrachtet werden. Ich möchte annehmen, daß manche Leser die „Chronik des Stummfilms" kennen. Daß neue Leser sich damit vertraut machen mögen ist meine Hoffnung, aber zum Verständnis der Materie braucht der ausschließlich am