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Schlimm, so ein Generationskonflikt im Bett. Konstanze Auf die Frage, was sie sich zu ihrem fünfzigsten Geburtstag wünsche, hatte Konstanze Vogelsang geantwortet: »Frieden für die Welt und Gesundheit für die Familie«, eine Antwort, von deren Richtigkeit sie zutiefst überzeugt war. Konstanzes Geburtstag fiel auf den Heiligen Abend, was alléin schon eine Menge Strefi bedeutet. Aber wie groft wáre die Belastung erst gewesen, wenn ihr jemand prophezeit hátte, dafí sie sich im Grundé ihres Herzens weniger den »Frieden für die Welt« als einen jungen Liebhaber wünsche und dafí ihr dieser Wunsch im neuen Lebensjahr endlich erfüllt werde. Konstanze hátte den Kopf zurückgeworfen und das typische Konstanze-Lachen ertönen lassen. »Auf dafí der Himmel mich damit verschone...« Sie hatte inzwischen ein Altér erreicht, in dem Generationskonflikte unvermeidlich werden, und wünschte sich, wie sie mit feiner Ironie bemerkte, besagten Konflikt nicht bis ins Bett hinein. Alléin zu schlafen, das betrachtete sie seit dem Tod ihres Mannes als kostbares Privileg. Seitdem sie Witwe war, war das Wohnen zu ihrer Lieblingsbescháftigung geworden. Sie liebte das behagliche Walmdachhaus, in dem sie seit dreifiig Jahren lebte, wie einen nahen Verwandten. Ja, sie liebte es sogar mehr als die meisten ihrer Verwandten, da es sich im Gegensatz zu diesen ganz nach Belieben de-