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Blick in einen RevolverlaufBolivien. Zwei Packer laden in der alten Silberstadt Potosi mein Rad auf das Dach eines Busses. Sein Ziel: Uyuni, nahe dem großen Salzsee. Der Bus trägt am Blech das Emblem eines Kondor. Morgen möchte ich meine Reise per Pedal beginnen - symbolisch unter den Schwingen des großen Andenvogels, der sicher hie und da über mir kreisen würde. Es gilt, die lange rote Linie auf meiner Tourenkarte, sie endet in Lima, aufzuspulen -mit mehr als einer Million Radumdrehungen. Durch die Anden zum Pazifik, ein Abenteuer mit Höhenluft. Doch Wunsch und Wirklichkeit geraten bald durcheinander.Irgendwo hatte ich ein paar Sätze aufgefangen: Der Salar steht unter Wasser Die Reise lohnt nicht! Anhaltende Regenfälle hatten den Salzsee überflutet. Was tun? Auf der Stelle treten, bis sich das Wasser wieder verlaufen hatte? Das konnte lange dauern. Am besten sollte ich die Fahrt übers Salz ganz streichen und gleich auf Nordkurs gehen. Doch dann eine weitere Information. Eine kleine Gruppe Naturfans hat sich zu einer Tour zusammengefunden. Ihr Ziel ist eben jener Salar und die Bergwelt nahe der chilenischen Grenze. In dem alten Toyota ist noch ein Platz frei, und der Fahrer, ein Indio, freut sich über einen Dolmetscher. Die Agentur lockt dafür mit einem Sonderpreis.Es kratzt nicht an der Ehre, für ein paar Tage den Velosattel gegen einen Autositz zu tauschen, denn diese Tour durch Wasser,I