Bővebb ismertető
Vorwort
»Unternehmungsführung« ist ein Gebiet, das in den letzten Jahrzehnten in der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre vor allem unter dem Einfluß der anglo-amerikanischen Managementlehre zunehmende Beachtung gefunden hat. Wie bei dem Begriff »Management« lassen sich dabei auch hier häufig eine mangelnde Präzision und unterschiedliche Auffassungen in der terminologischen Abgrenzung feststellen: So sind einige Monographien zur »Unternehmungsführung« oder »Betriebsführung« bei konsequenter Einlösung des gesetzten Anspruchs von einem Lehrbuch zur Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre nicht zu unterscheiden.
Das hiermit im Rahmen der Studienbibliothek »Betriebswirtschaft« vorgelegte Lehrbuch bemüht sich, eine solche problematische Ausuferung des Untersuchungsobjektes zu vermeiden. Es orientiert sich an der Unternehmungsfíihrung als Institution: Betrachtet wird die höchste Einheit der Untemehmungshierarchie, die zur Formulierung der ofTiziellen, für alle Unternehmungsaktivitäten verbindlichen Unternehmungsziele legitimiert ist. Dabei wird keineswegs übersehen, daß die Identifizierung dieser »Spitzeneinheit« in dem interessenpluralistischen sozialen System »Unternehmung« ein eigenständiges Problem darstellt. Auf dieser konzeptionellen Grundlage läßt sich die Auseinandersetzung mit der Thematik drei Schwerpunkten zuordnen. Zunächst werden die Rahmenbedingungen und das Handlungsprofil der Unternehmungsführung herausgearbeitet. Rahmenbedingungen werden durch die jeweilige Wirtschaftsordnung (das übergeordnete Makrosystem) und die Unternehmungsverfassung (das System gesetzlicher und vertraglicher Regelungen zur Festlegung der Rechte und Pflichten von Interessengruppen) gesetzt. Das Handlungsprofil wird geprägt durch das Phänomen der Macht und der Machtausübung, durch die Handlungsdimensionen (die inhaltliche Struktur der Handlungen) und die Handlungsmuster (die Prinzipien bei der Lösung komplexer Entscheidungen). Daran schließt sich die Analyse der Kernaufgaben, der im Sinne Gutenberg's nicht delegierungsfähigen Aufgaben der Unternehmungsführung an. Dabei werden unterschieden: Strategische Entscheidungen, die Konzipierung und Implementierung des Planungs- und Kontrollsystems sowie die Konzipierung und Implementierung des Organisationssystems. Als dritter Schwerpunkt läßt sich die organisatorische Gestaltung der Unternehmungsführung selbst hervorheben: Die Regelung der Willensbildung und -durch-setzung bedarf auf dieser Ebene besonderer Aufmerksamkeit; sie erhält ihren besonderen Akzent durch die Existenz vielschichtiger Rechtsnormen.
Das vorliegende Werk wäre ohne die engagierte Unterstützung früherer Aachener und jetziger Kölner Mitarbeiter nicht entstanden. Ich bin ihnen allen zu großem Dank verpflichtet. Besonders erwähnen möchte ich Frau Dr. Felicitas Albers, Herrn Dipl.-Kfm. Ulrich Klinkenberg und Frau Dr. Angela Müller. Meine langjährige Sekretärin in Aachen, Frau Gerda Hogen, und Frau cand. rer. pol.