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Das erste, was Ludwig sah, als er den kleinen Bahnhof verlieB, das waren die mannshohen Brennesselstauden, die wie eine Mauer am Waldrand standén. Er schaute sich um. Und da alles vor ihm ging, hob er eine Gerte auf und führte das Werk fort, das ein Junge aus irgend-einem Grundé unterbrochen habén mochte: Er schlug den Nesseln die Köpfe mit den Samentrauben ab. Da-bei vollführte er mit dem rechten Arm eine elegante Bewegung, und die Gerte pfiff lustig durch die Luft und wütete ím Unkraut.
Dann stand er vor dem Haus und blickte zur oberen Etage hinauf. Die Fenster, die er vor einem Jahr ver-breitert hatte, dámit mehr Licht in die Wohnung ge-langt, waren weit geöffnet. Die Gardinen wehten her-aus, und Ludwig wuBte, Róbert hatte bei seinen Streifzügen wieder alle Türen offengelassen. Hastig nahm Ludwig die wenigen Treppenstufen und klin-gelte ihr Zeichen: lang-kurz, kurz-lang, kurz-kurz-lang.
Als er hinter der Tür ein Geráusch vernahm, spannte er sich. «Vati!» schrie es hinter der Tür. Da stand Ludwig im Flur und vor ihm wie eine Pyramide die Familie. Róbert, hinter ihm die hochaufgeschos-sene Christine. Und Susanne. Sie hatte ihre Hánde auf den Schultern Christines.
Ludwig bückte sich, und die Kinder hingen ihm rechts und links zur Seite. Er lieB die Aktentasche fallen. Susanne gab ihm einen KuB. Sie beugte sich da-bei vor und schaute ihm von untén her ins Gesicht.
Mach doch die Augen zu, wollte er sagen.