Bővebb ismertető
Első kötet:
Die vorhanclenen Werke dieser Art sind meist álter als 15 Jahre und für die lieute heranwachsende Árztegeneration káuflich nicht mehr zu erwerben. Deshalb hat sich eine zusammenfassende Darstellung aller urologischen Operationen und ihre Herausgabe als Operationslehre als dringend notwendíg erwiesen. Unter EinschluB funktioneller Gesichtspunkte sollten dabei eine organerhaltende, rekonstruktive Grundrichtung erkennbar und die Entwicklung der technischen Voraussetzungen bis in die jüngste Zeit berücksichtígt bleiben. Auch die Verílechtungen mit den Nachbardisziplinen, insbesondere Gynákologie, Pádiatrie und Chirurgie sind einbezogen worden. Das Gesamtwerk wird in 10 Lieferungen erscheinen. Der Leser hat damit den Vorteil, organisch zusammengehörige Kapitel einzeln entnehmen und bearbeiten zu können. Dem Verlag wurde dadurch die Herausgabe erleichtert. Für jedes Operationsgebiet ist ein geeigneter Bearbeiter in der Annahme gewonnen worden, daB der eínzelne nicht auf allén Gebietsn gleichgroBe Erfahrungen wird sammeln können. Es spiegelt sich somit zusátzlich in willkommener Weise eine internationale Zusammenarbeit wider. Zalil und Grad der Operationsmöglichkeit beweisen, in welch geringem MaBe urologische Operationen technisch einwandfrei unter exakter Indíkationsstellung und sinnvoll im Rahmen einer Nebenbeschaftigung bewáltigt werden können. Dies gilt in höherem MaBe für Indikation, Technik und Nachbehandlung bei plastischrekonstruktiven Eingriffen. Es bedarf auch hier groBer Erfahrungen. Der operative Eingriff steht nur aus praktischen Gesichtspunkten im Mittelpunkt. Es sind weder das alle operative Fácher umfassende
Második kötet:
Vorbemerkungen zur Anatomie, Topographie und Physiologie des Harnleiters Es ist die Aufgabe des Harnleiters, den in der Niere gebildeten Harn in die Harnblase zu transportieren Hinter dieser so einfachen Feststellung verbirgt sich eine groBe Anzahl physiologischer Problenie. Zur Erfüllung der Transportfunktion ist ein gut abgestimmtes Spiel der muskularen und nervalen Elemente erforderlich, um den jeveils anfallenden Ha'rnstrom zu bewáltigen. Die glatte Muskulatur des Harnleiters, früher in eine áuBerc und innere Lángs- und in eine mittlere Ringmuskulatur unterteilt, stellt sich nach neueren Untersuchungen nur als zweischichtig heraus (PaCES). Die Muskulatur gliedert sich in eine auűere Lángsschicht und in eine innere spiralförmige Fasergruppe. Die Muskelfasern setzen sich iiber das Nierenbecken hinweg bis in die Kelche fórt. Der Harntransport erfolgt mit Hilfe der peristaltischen Welle, deren Ursprung im Bereich der Kelchhalsmuskulatur zu suchen ist. Der einströmende Harn bewirkt durch Dehnung des Kelches die Kontraktion. Unter besonderen Bedingungen kann im Tierversuch an jeder Stelle des Harnleiters die Peristaltik beginnen. Diese Beobacht ung ist zur Erklárung der antiperistaltischen Wellen bei Traumatisierung des Harnleiters anláBlich operativer Eingriffe oder bei der Verlegung des Lumens von Bedeutung. Durch den Spiralverlauf der Muskulatur wird jeweils eine spindelförmige Harnsáule in Richtung Blase befördert. In Abhángigkeit von der Harnproduktion verándern sich die Harnspindel und die Frequenz der Wellen. Unter normalen Bedingungen gelangen etwa 1 bis 2 ml Harn pro Minute in die Blase. Die Blutgefá/ie des Harnleiters sind Áste der A. renalis, A. spermatiea, A. ilica communis und A. ilica interna. Die Versorgung ist nicht einheitlich. Die Gefáűe bilden ein weitverzweigtes Anastomosennetz, das sich besonders in der Adventitia ausbreitet. Dieser Umstand ist auch die Erklárung dafür, daB man cinen Harnleiter mit allén Wandschichten auf weite Strecken schadlos aus seiner Umgebung lierauslösen kann, daB aber ein Verlust der Adventitia sehr rasch zur Nekrose und damit zur Fistel- oder Stenosebildung fiihrt. Auf die Lymphgefa/iversorgung des Harnleiters wird immer dann besonders hingewiesen, wenn eine aus der Harnblase aufsteigende Infektion zu erwágen ist. Zahlreiche Autoren nehmen diese lymphogene Infektionalsgegeben hin, versuchen jedoch nur vereinzelt, diesen Infektionsweg auch durch entsprechende Mikrophotogramme zu belegen. Die Schvierigkeit dieser Untersuchving beginnt schon mit dem Nachweis der LymphgefiiBe. Es ist das Verdienst der Forschergruppe um BabicS, experimentell bewiesen zu habén, daB die aufsteigende Infektion im wesentlichen nicht iiber die LymphgefáBe, sondern in den Gewebsspalten des Bindegewebes erfolgt. Eine sehr einfache Methode zur Darstellung der Lymphbahnen des Harnleiters wurde von RenYI-Vamos angegeben. Er ]egte in den Harnleiter von Versuchstieren fiir lángere Zeit einen Katheter ein. Dadurch erweitern sich die LymphgefáBe in der Adventitia. In der Tunica muscularis und mucosa fehlen diese GefáBe. Über die nervale Versorgung des Harnleiters sind zahlreiche Untersuchungen ausgefiihrt worden, da man bei der raschen Anpassungsfáhigkeit des Ureters an die wechselnde Harnproduktion dem Nervensystem eine groBe Bedeutung zuschreiben muBte. Schon Hrytnschak wies auf die Ganglien in der Adventitia hin. Die Xervenfasern entstammen vorwiegend dem Plexus coeliacus. Beachtung verdienen die Arbeiten von Pieper. Er untersuchte besonders den entwicklungsgeschichtlichen Ursprungsort des Ureters, das
Harmadik kötet:
Anatomische Vorbemerkungen Am Penis, der vor und unter der Symphyse liegt, unterscheidet man ein breites liinteres Ende Radix penis, und ein vorderes Hauptstück, Corpus penis, dessen freies Ende von der Eiehel Glans penis, gebildet wird. Der hintere Teil des Körpers und die Radix liegen als Pars fixa unter der Haut des Dammes und des Hodensackes verborgen und sind dort am Trigonum urogenitale, am Schambein und an der Schambeinfuge, hier durch das Ligamentum suspensorium penis unverschieblich befestigt; der Rest des Penis ragt frei und leicht beweglich hervor, Pars mobilis. Das Glied wird von drei Schwellkörpern, den beiden Corpora cavernosa penis und dem Corpus cavernosum urethrae gebildet. Im Radixbereich weichen die Corpora cavernosa penis auseinander und liegen den unteren Schambeinásten an, wo sie von den Mm. ischiocavernosi bedeckt sind. Dureli das Septum penis sind sie miteinander eng verbunden. Das Corpus cavernosum urethrae ist dünner und lánger als die beiden anderen. Es beginnt an der Radix mit einer etwa haselnuBgroBen Anschwellung, dem Bulbus urethrae. Zu beiden Seiten liegen ihm die Mm. bulbocavernosi an. Proximal ist clieser Schwellkörper fest mit dem Trigonum urogenitale verbunden. Unter allmahlicher Verschmálerung geht er in den langen, relatív dünnen zylindrischen Teil über, welcher, den Corpora cavernosa penis in der Lángsrinne an deren Unterfláche fest angeheftet, die Harnröhre allseitig umschlieBt und distal in die Glans übergeht. Jeder Schwellkörper besitzt. als festen Überzug eine Tunica albuginea, die zwischen den Corpora cavernosa penis das schon erwáhnte Septum penis bildet. Die Tunica des Corpus cavernosum penis ist schwácher entwickelt. Im Bereich der Glans zieht zusátzlich ein zartes medianes Septum von der Penisunterseite zur Harnröhre. Alle drei Schwellkörper sind einschlieBlich der V. dorsalis penis sowie den Aa. und Nn. dorsales penis von derFascia penis als gemeinsamer Hülle umgeben. Zwischen dieser Faszie und der Epiclermis liegt die Tela subcutanea, deren lockerer Bau eine ausgiebige Verschieblichkeit der Haut ermöglicht. Über der Glans bildet die Penishaut eine Duplikatur. das Práputium, welch.es demnach eine nach innen und eine nach auBen gewandte Epitheloberfláche besitzt. Durch das zarte Frenulum ist das Práputium auf der Unterseite an der Eiehel befestigt. Die Glans als kolbenförmig verdicktes Ende des Harnröhrenschwellkörpers ist von zartem Epithel bedeckt. Sie bildet einen über den Penisschaft vorspringenden Rancl, die Corona glandis. Die Harnröhre, durchschnittlich 20 cm lang, gliedert sich in 3 Teile: Die Pars prostatica, die Pars membranacea und die Pars cavernosa. An letzterer werden eine Pars fixa und eine Pars libera unterschieden. Von der Blasenmündung bis zum Beginn der Pars libera ist die Verlaufsriehtung der Harnröhre unveránderlich. Sie entspricht etwa einem Halbkreis, dessen Mittel-