Bővebb ismertető
1Ralf Jonas gibt Gas und schaltet in den vierten Gang hoch. Der kurvenreiche Teil der Strecke liegt hinter ihm, ab jetzt wird die Straße besser. Er hat es nicht mehr weit bis zum Grundstück, keine acht Kilometer, er kennt bis dorthin jeden Busch. Als die Tachonadel bereits zwischen siebzig und achtzig pendelt, taucht links am Wegrand ein Tramper auf, der mit müder Daumenbewegung nach vorn zeigt. Langes, ungepflegtes Haar, abgeschabte Kordjacke, ein Bündel neben sich am Boden. Er steht gewiß schon eine Weile da, hat sich die dümmste Stelle ausgesucht, um ein Auto anzuhalten. Wo hier jeder beschleunigt, denkt Jonas, und die meisten sowieso die Abkürzung durchs Mühlental nehmen. Außerdem sind die Leute um diese Zeit längst zu Hause oder in ihren Gärten, für wen beginnt das Wochenende denn erst um fünf. Er tritt stärker aufs Gaspedal und prescht vorbei. Auch wenn er bis zur nächsten Stadt oder weiter fahren würde, hätte er nicht angehalten. Solche Typen kann er gerade leiden. Im Rückspiegel sieht er, daß sich der Bursche resigniert ein paar Meter von der Straße weg ins Gras setzt. Einfach auf den Hosenboden, mit dem er die Polster des nächsten Shiguli oder Mazda drücken will. Aber nicht bei mir, denkt Jonas. Dann richtet er seine Aufmerksamkeit wieder nach vorn. Jonas wohnt und arbeitet in Reintal, fährt aber jetzt, im Sommer, fast jeden Abend aufs Grundstück. Meist zusammen mit seiner Frau, die etwa um die gleiche Zeit Schluß hat. Nur heute ist es anders, sie hat schon eher aufgehört und den Mittagsbus genommen. Nach einem Zahnarztbesuch konnte sie