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Wir Menschen und unsere Erde." — Diese Worte umreißen letzten Endes alle Probleme der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft menschlichen Lebens. Wir Menschen gestalten das Antlitz der Erde um, aber ebenso formt auch die Erde, die wahrhafte Mutter allen Lebens, uns Menschen. — Mensch und Landschaft, Völker und Länder zu kennen ist für den Menschen unerläßlich, der um die Stellung seines Vaterlandes in der Welt wissen, politische und wirtschaftliche Ereignisse des Tages oder den Gang der Geschichte in Gegenwart und Vergangenheit verstehen will.
Der Atlas bildet das Antlitz der Erde ab. Er vermittelt die unerläßliche erdkundliche Bildung, die nicht Vorrecht einiger Weniger sein, sondern dem ganzen Volk klar und leicht verständlich geboten werden soll.
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ihn lesen und verstehen können. Der Große Volksatlas gliedert sich in drei Teile: Text, Karten und Namenverzeichnis. Jeder Teil ergänzt den anderen, doch die Hauptgrundlage für alles erdkundliche Verstehen sind die Karten. Sie zeigen die Verteilung von Land und Meer, von Gebirgen, Flüssen und stehenden Gewässern, von Städten und Dörfern, von Sümpfen, Steppen und Wüsten. Aus den Karten kann man sich ein Bild machen, wie das Land aussieht. Für die einzelnen Erscheinungen auf der Erde benutzt man im Atlas bestimmte Zeichen und Farben. So wird das Meer hellblau gegeben, Binnenseen etwas dunkler blau.
Die Gebirge sind in unserem Atlas meistens durch braune
Geländedarstellung
Schraffen eingezeichnet (Abb. ia). Je dichter und stärker die Schraffen sind, desto steiler und bewegter ist das Gelände. Die Höhen allerdings muß man aus den in den Karten stehenden Höhenzahlen ablesen, sie werden durch Schraffen nicht angegeben.
karten anwenden, für Karten größeren Maßstabes*, in denen man genaue Geländeformen bringen müßte, fehlen oft die Kenntnisse vom Äußeren der Landschaft, und die Schwierigkeiten durch bildliche Verzerrung sind zu groß (wie man auf manchen „Reliefkarten" sehen kann). Eine dritte Art ist die Geländedarstellung durch Schummerung (Abb. ic). Man wendet sie gern dann an, wenn das Gelände nur angedeutet und die übrige Darstellung nicht beeinträchtigt werden soll, wie zum Beispiel auf der Karte „Die großen Linien des Weltverkehrs" (Karte 9—10).
Die Tiefen der Meere sind durch Tiefenzahlen und durch Tiefenlinien (Isobathen) angegeben; d. h. durch Linien, welche die Punkte gleicher Meerestiefe miteinander verbinden. Auf den Ozeankarten hat überdies jede Tiefenstufe eine besondere Farbe erhalten.
Die zahlreichen in den Karten des Atlasses angewendeten Zeichen sind am
Kartenzeichen
unteren Rande der betreffenden Karten meistens erklärt. Aus ihnen kann man sich ein Bild über die Natur des Landes machen. Die verschiedenartigen Ortszeichen erzählen von der ungefähren Größe und der Bedeutung einer Siedlung, sie werden dabei durch die Schriftart unterstützt. Sumpf, Tundra, Steppe und Wüste haben besondere Zeichen, die in ihrem Aussehen der Natur dieser Gebiete möglichst entsprechen. So besteht das Zeichen für Sumpf aus braunen, wagerechten Strichen (Andeutung des Wassers) und braunen Punkten zwischen den Strichen (Andeutung des Pflanzenwuchses im Moor, wie Gräser, Heidekraut, Moose). Die Tundra ist durch parallele enge Reihen brauner Punkte angedeutet. Sie ist ähnlich dem Moor eine mit Kräutern, Flechten und Gräsern bewachsene, im Sommer nasse und unwegsame, im Winter gefrorene und schneebedeckte Sumpf fläche, die den ganzen Nordrand von Asien und Nordamerika einnimmt. Die Steppe wird durch braune Graszeichen angedeutet. In vielen Fällen, wie im mittleren Westen derVereinigtenStaaten, handelt es sich auch wirklich
Abb. I. Verschiedene Arten der Höllendarstellung des gleichen Gebietes (Äthiopien) a) Schraffen, b) Vogelschau, c) Schummerung
Anschaulicher ist die Art der Gebirgsdarstellung, wie sie auf der Karte „Das Antlitz der Erde" in diesem Atlas angewandt ist (auch Abb. ib). Da sehen wir wirkliche Gebirgszüge, wenn auch ihre Gestalt und ihr Verlauf ganz allgemein gehalten sein müssen. Die genannte Karte zeigt auf den ersten Blick, wo auf unserer Erde die größten Gebirge liegen (ihre Namen sind durch Buchstaben in die Karte eingetragen und in einer Erklärung erläutert) und wie sich die Festländer gliedern. Diese schöne und anschauliche Geländedarstellung läßt sich allerdings nur auf Übersichts-
um Grassteppe;es gibt jedoch auch Strauchsteppen, Kraut-und Staudensteppen, Gebüschsteppen, Baum- und Waldsteppen, in denen Sträucher oder Kräuter oder Gebüsche oder Bäume weit verteilt und ganz lückenhaft oder dicht auf Grasland oder nacktem Boden wachsen. Dieser Boden ist oft mit mehrere Meter dicken Kalkkrusten oder mit dünnen Salz-oder Gipskrusten überzogen. Auf den allgemeinen topographischen Karten, wie denen dieses Atlasses, verzichtet man auf die Unterscheidung der Steppenarten* für deren vollkommene Eintragung auch meist die wissenschaftlichen
* Eine Karte großen Maßstabes zeigt ein Gebiet in großer Darstellung (z. B. iaooooo), eine Karte kleinen Maßstabes Gebiet in kleiner Darstellung (z. B. 1 !5000000).