Bővebb ismertető
Venedig blieb bis zum XII.-XIII. Jh. ein Zentrum byzantinischer Kunst und Kultur, wie der Bau der Markuskirche beweist. Das ist auf seine Lage, auf seine geschichtliche Entwicklung und auf das Fehlen einer klassischen Tradition zurückzuführen. Der byzantinische Stil (1) ist an einigen unverwechselbaren Merkmalen zu erkennen: hoher rundbogen, spáter geschwungener Hufeisenbogen, ziselierte Kapitelle mit Bláttern oder symmetrischen Figuren, farbige Marmorsorten. Der romanische Stil (2), - Rundbogen, schwere, geschlossene Tragmauern - herrschte im XII-XIII. Jh. vor; er blieb dem wahren Wesen dieser Stadt stets fremd. Im gotischen Stil (4) wurde das wichtigste öffentliche Gebáude Venedigs erbaut, der Dogenpalast, Sinnbild der Schönheit dieser Stadt. Die Idee des Palastes leitet sich von der byzantinischen Casa-Fondaco her, die eine Konstruktion mit Sáulengang und Loggia vorsah. So erhielt der Palast einen Laubengang im ErdgeschoB und eine Loggia im ersten Stock. Dann erst beginnen die Mauern mit einer Marmorverkleidung und der Zinnenkrone. Die Zinnen wurden mit Marmortropfen geschmückt und aufgelockert. Das Ganzé sieht ziemlich exotisch aus und verrát orientalischen EinfluB. Der Spitzbogen erfuhr in Venedig viele Abwandlungen - Kleeblatt, Fischblase, dreifach geschwungene Bögen - sodaB sich die ersprünglich Funktion der Ableitung der Schwerelinien bald in einer allgemeinen Schmuckfunktion verlor. Der gotische Stil erwies sich als ideale Ergánzung der beiden vorherrschenden Elemente Venedigs: Wasser und Licht. Die Stadt wurde von der Gotik entscheidend geprágt, was man bis heute immer noch sehen kann. Die Renaissance (3) falit mit der Blütezeit Venedigs zusammen (XV. Jh.); Sie schlug sich in der Baukunst in oft schweren klassischen Bauten und in der Plastik in Statuen und Denkmálern nieder, die den EinfluB Michelangelos verraten. Künstlerische Meisterwerke schuf dieser Stil aber eher mit Dekorationen von Decken, Gewölben oder Wánden. Eher als im Rundbogen erkennt man das Wesen dieser neuen Richtung in den MaBen und Proportionen, in die der Raum eingeteilt wurde. Im XVII. Jh. entwickelte sich der Barockstil, der die Möglichkeiten der Bewegung für eine überquellende Dekoration ausnützte. Nach der Meisterleistung der Salute-Kirche wurde dieser Stil etwas schwerf állig. In den Jh. XVIII. - XIX. herrschte der Neoklassizismus vor, der sich der Restaurierung und der Erhaltung dieser unschátzbaren Kunstwerke zuwandte.