Bővebb ismertető
PFAHLFUNDAMENTE
Bauskizze des Fondaments der Rialtobrücke, entnommen aus: «II Campanile di San Marco riedificato» (Der Wiederaufbau des Campanile), herausgegeben von der Gemeinde Venedig, 1912. (1) Drainierungspfähle zur Abdämmung des Wassers. Sie ermöglichten den Bau der Fundamente im Trockenen. (2) Tragpfähle, sechstausend an der Zahl. (3) Baufundament. (4) Mauerwerk. (5) Durchschnittlicher Wasserstand. (6) Grund des Kanals.
Die Eigenart Venedigs geht vor allem auf seine Umwelt zurück: die Stadt steht auf einer Unzahl von Laguneninselchen. Diese Inseln haben zwar nicht alle die gleiche Bodenbeschaffenheit, ihre Oberfläche besteht jedoch durchwegs aus Schwemmateri-al, das Baufundamente nicht zu tragen vermag. Vor der Bau eines Gebäudes mußte daher der Boden befestigt werden. Man rammte Pfahlwerk in den Grund, über dem als eigentliches Baufundament eine Plattform von dicken Holzbrettern errichtet wurde.
Eine gute Beschreibung dieses Bauprinzips findet man im Buch «Venezia cittä nobilissima del Sansovino», 1663 in Venedig erschienen, und zwar im Kapitel über die Fundamente der Salute-Kirche.
«Man begann den Bau mit einem Pfahlwerk von einer Million, hundertsechstausend und sechshundertsiebenundfünfzig etwa vier Meter langen Pfähle aus Eiche, Erle und Lärche. Das dauerte ungefähr zwei Jahre und zwei Monate. Über dem Pfahlwerk wurde ein Fundament aus Eichen- und Lärchenbrettern errichtet, die gut miteinander verbunden und verkettet wurden».
5