Bővebb ismertető
Achtundzwanzigste Tagung der Deutschen Pathologischen Gesellschaft in Gießen
vom 28. bis 30. März 1935.
A.
Eröffnungsansprache des Vorsitzenden, Herrn A. Dietrich-Tübingen:
Heil Hitler! Mit dem Gruß des neuen deutschen Reiches und mit dem Blick auf den Führer und Reichskanzler, dem in Stunden schwerer Entscheidung aller Gedanken zugewandt sind, eröffne ich die 28. Tagung der Deutschen Pathologischen Gesellschaft.
In erster Linie gilt mein Gruß der hessischen Staatsregierung, deren Vertreter Herr Ministerial-Rat Dr. Ringshausen, in letzter Stunde dienstlich verhindert, unserer Tagung die besten Wünschen übermittelt hat.
Ich begrüße den Stellvertreter des Reichsärzteführers, Herrn Prof. Dr. Wirz, den Landesärzteführer von Hessen, Herrn Dr. Ende, und den Vorsitzenden des Gießener Ärztevereins. Ferner begrüße ich Herrn Oberfeldarzt Dr. Oehlmann. Vor allem freue ich mich, den Herrn Rektor der Universität Gießen und den Herrn Dekan der medizinischen Fakultät in unserer Mitte sehen zu können. Alle anderen Gäste, die uns mit ihrem Besuch beehrt haben, schließe ich in die Begrüßung ein.
Diese wendet sich aber auch allen Fachkollegen aus Nah und Fern zu, die dem Ruf zu unserer Tagung in gewohnter Treue gefolgt sind. Trotz der Ungunst der Verhältnisse und der Vorverlegung der Tagung freue ich mich, daß dieser schöne Hörsaal so zahlreiche Besucher versammelt hat.
Aber wir müssen auch derer gedenken, die wir in unseren Reihen vermissen. Unserer Gesellschaft wurden eine Zahl von Mitgliedern durch den Tod entrissen: Ich nenne Herrn Kollegen Thorel, den Leiter des pathologischen Institutes in Nürnberg, der zu den ältesten Mitgliedern der Gesellschaft gehörte, ferner Geh. Rat Prof. Dr. Jores-Kiel, der erst kurz aus seinem Amte schied. Wir verloren in Prof. Max Busch, der einem tückischen Leiden erlag, sowie in Kurt Dietrich-Oldenburg, den eine Berufsinfektion kurz nach Antritt seiner neuen Stellung hinraffte, zwei jüngere Mitglieder, von denen wir noch viel erwarten durften. Unserer Gesellschaft gehörte ferner an: Prof. Kromeyer-Berlin, Facharzt für Hautkrankheiten, Erfinder der bekannten Bestrahlungslampe. Am Institut für Hirnforschung München starb Herr Dr. Gerhard Meyer-Dörken. Wir schließen in das Gedenken ein den bekannten Altmeister der amerikanischen Pathologie Prof. Welsch-Baltimore, und den Neuropathologen Prof. Spielmeyer vom Hirnforschungsinstitut in München. Durch Erheben von den Plätzen haben wir das Andenken der Verstorbenen geehrt.
Verhandl. d. Deutsch. Pathol. Oes. XXVIII. 1