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VORWORT
Die vorliegende Arbeit ist erwadisen aus der Beschäftigung mit dem Charisma der Prophetie bei Paulus, Die bedeutsame Stellung, die diese Gnadengabe in dem ältesten der uns erhaltenen Paulusbriefe einnimmt, führte dann zu dieser Einzeluntersuchung über das Wort Gottes in der Gemeinde von Thessalonidi, und zwar in seiner Gestalt als Verkündigung und als Prophetie. Drei wichtige methodische Entscheidungen, die für den Arbeitsgang dieser Untersuchung von Bedeutung sind, sollen vorweg genannt werden.
Bei der Frage nach der Herkunft der paulinisdien Gedanken bzw. ihrer vorpaulinischen Geschichte wird vor allem der alt-testamentlidi-jüdische Hintergrund beachtet, zu dem Paulus jedenfalls weit mehr gehört als in den hellenistisdien Raum. Es wird versucht, den ersten Thessalonicherbrief möglichst ohne Rückgriff auf spätere paulinisdie Briefe zu erklären und den Sinn herauszuarbeiten, den die Worte des Apostels für die Empfänger gehabt haben müssen. Eine vollständige Theologie des Wortes bei Paulus ist nicht das Ziel dieser Arbeit. Vom zweiten Thessalonicherbrief, dessen paulinische Originalität in Zweifel steht, wurde völlig abgesehen. Um für die Ergebnisse dieser Untersuchung über Paulus einen möglichst hohen Sicher-heitsgrad zu erlangen, mußte diese Entscheidung getroffen werden, obwohl sidi im zweiten Thessalonidierbrief ebenfalls sehr tiefe Aussagen zum Wesen und zur Gestalt des Wortes finden.
Im Advent 1968 Bartholomäus Henneken