Bővebb ismertető
GeleitwortUm Europa nicht bekümmert zu sein, sich nicht kümmern um seine politische, kulturelle und soziale Zukunft heißt, eben diese Zukunft dem bloß ökononüschen Denken auszuliefern. Anzeichen für eine mögliche Fehlentwicklung gibt es leider genug.Insbesondere eine Gefahr droht im Augenblick: Trotz verbaler Beteuerungen und trotz weniger kraftloser Versuche, die Lage im östlichen Teil Europas sozial und politisch zu stabilisieren, driften die beiden Teile weiter auseinander, schottet sich der wohlhabende Westen gegen östliche Herausforderungen ab. Die alte, wiederzugewinnende Einheit des Kontinents, eine Chance dieser Stunde, steht auf dem Spiel, wenn wir im Westen die historische Gelegenheit an durchsichtige und kurzfristige Interessen verraten.Nach vierzig Jahren fühlen sich viele Menschen in den östlichen Staaten in doppelter Weise hinters Licht geführt. Von einem schein-sozialistischen Unterdriickungsapparat wurden sie um fast jede humane Perspektive jahrzehntelang betrogen. Jetzt, heruntergewirtschaftet und in mancherlei Hinsicht mittellos, sehen sie sich vor die unlösbare Aufgabe gestellt, schlagartig und ohne Alternative in einen Anpassungsprozeß an die westliche Systematik des Wirtschaftens, Politisierens und der allgemeinen Lebensgewohnheiten einzutreten. Das erzeugt nicht nur Irritationen, sondern vielerorts Verzweiflung. Es waren die christlichen Kirchen des Westens, die über vier schwierige Jahrzehnte hinweg die Brücken zu den Kirchen und Menschen im Osten halten konnten. Ihnen fällt deshalb aktuell der Auftrag zu, jedermann hier im Westen daran zu erinnern, in welche Verbindlichkeit wir uns begeben, wenn wir emsthaft den Bau des neuen Hauses Europa wollen. Nüchterne Forderungen liegen auf dem Tisch: