Bővebb ismertető
Österreichs einziges Kimstmuseum an einer Akadetnie der bildenden Künste ist die „Gemaldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien" - wie der offizielle Titel lantét. Das Wesen der Akaderaiegalerie bringt der italienische Terminus „pinacoteca" sehr viel besser auf den Punkt: Sie ist eine Gemaldesammlung analóg der weltweit berühmten ehemaiigen Akademiesammlungen der „Accademia" in Venedig, der „Brera" in Mailand und der „Galleria dell'Accademia Nazionale die San Luca" in Rom, um nur die prominentesten Beispiele dieses Sammlungstyps in Italien zu nennen. Im Gegensatz zu diesen jedem Kunstliebhaber geláufigen Kunstmuseen findet sich die Akademiegalerie heute noch in die Organisationsstruktur der Akademie der bildenden Künste integriert - ráumlich und in der Verwaltungsstruktur. So wird die Akademiegalerie heute noch nach gültigem Gesetz als eine „Sammlung an einer Hochschule vornehmlich zu Lehr- und Forschungszwecken" definiert. Das brachte grundlegend andere Aufgabenstellungen für den Galeriebetrieb mit sich und schuf von Anfang an auch gánzlich andersartige Rahmenbedingungen für diese Kunstsammlung. So versucht die Akademiegalerie, als das kleinste Kunstmuseum in Wien unter dem Dach der Akademie der bildenden Künste dem Freund und GenieBer virtuoser Maierei einen Rahmen zu bieten, der den ungetrübten Kunstgenuss erlaubt. Dieses Heft möchte einen Vorgeschmack darauf geben. FIR Univ.Doz.Dr. Renate Trnek Direktorin Das augenfálligste Zeichen für diese Integration der Galerie in die Unterrichtstátigkeit an der Akademie der bildenden Künste setzte der Architekt des Hauptgebáudes der Akademie, das den Schillerplatz in unmittelbarer Náhe der RingstraBe beherrscht: Theophil Hansen schuf für die Akademiegalerie in der „Belétage" des Akademiegebáudes im ersten Stock die Galerieráumlichkeiten, die er mitten in die Unterrichtsráume und Künstlerateliers integrierte. Hansens Idee war bestechend, namlich die „alte" Kunst dort anzusiedeln, wo künstlerische Tátigkeit vermittelt wird und „Kunst" fortlaufend neu entsteht.In diesem Quartier befindet sich die Akademiegalerie heute noch. Die Zielsetzungen unserer Arbeit unterliegen jedoch schon seit geraumer Zeit einem Wandlungsprozess; dieser wird bestimmt von den veránderten Anforderungen an den Kunstunterricht und von den sich wandelnden Ansprüchen an die Museumsszene in der heutigen Zeit. Erst durch eine wahrhaft groBe mázenatische Tat konnte die Akademie über eine international bedeutende Gemáldesammlung verfügen, als Anton Gráf Lamberg-Sprinzenstein seine mehr als achthundert Bilder umfassende Sammlung europáischer Maierei der - damals noch kaiserlichköniglichen - Akademie im Wege einer Stiftung zum Geschenk machte. Der Rundgang durch die europáische Malereigeschichte, illustriert anhand der Spitzenwerke der ehemals Lambergschen Sammlung, beginnt mit dem weltberühmten „Weltgerichtstriptychon" des Hieronymus und endet mit einem knappén Einblick in den akademischen Klassizismus, wie er im Hause gepflegt wurde. INHALT www.vernissageverlag.de Gemaldegalerie der A kademie der bildenden Künste in Wien Renate Trnek und Claudia Koch Die „Gráflich Lambergsche Gemáhlde-Gallerie an der Akademie der schönen bildenden Künste in Wien" 6 Renate Trnek Das Weltgerichtstriptychon von Hieronymus Bosch in der Gemaldegalerie der Akademie der bildenden Künste in Wien 8 Renate Trnek Peter Paul Rubens in der Gemaldegalerie der Akademie in Wien: Rubensbilder der kleinen Dimension 20 Claudia Koch Der Bürger in Holland. Die bürgerliche Kunst Hollands im „Goldenen Zeitalter" 32 Renate Trnek Italien im Bild. „Italianisante" Landschaften von hollándischen Malern, Venedig- und Romveduten, Tráume und Bildberichte von Italien in klassizistischer Zeit 44 Claudia Koch Pierre Subleyras: Das Atelier des Künstlers 58 Bettina Hagen Die Gipsabgusssammlung und die Sammlung plastischer Originalwerke an der Akademie der bildenden Künste in Wien 62 Vernissage Service Reisen 67 Impressum 67