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Heimkehr
Oft frage ich mich selbst, was es eigentlich für mich bedeutet: nach Pakistan zurückzukehren Da gibt es wohl keine eindeutige und griffige Antwort. Wie eben alles, was mit „Leben" zu tun hat, mit geschichtlich Gewordenem, mit dem Menschen und seinem unauslotbaren Geheimnis, nicht eindeutig ist.
Eines ist sicher: Ein solches Zurückkommen ist wirklich wie eine „Rückkehr": Rückkehr zu dem Platz, an den ich eigentlich gehöre. Ich habe die Richtigkeit jener Entscheidung nie bezweifelt: den Ordenseintritt mit seinem Verzicht auf Ehe und berufliche Karriere, die Entscheidung gegen einen Forschungsauftrag, den Entschluß, nach Karachi zu gehen. In diesem Punkt ist mein Leben tief verankert und sicher und geborgen. Ich glaube - was heißt glaube? - ich weiß, ich stehe an dem Platz, an dem Er mich haben wollte.
Und ein Zweites ist sicher: Ich liebe die Menschen, mit denen ich arbeite: mein Team, „meine Jungs", alle, die sich der Lepraarbeit verschrieben haben. Ich liebe meine Patienten. Sie brauchen mich - und ich sie.
Wenn ich aus dem Flugzeug steige (meistens noch in Wintersachen vermummt) und mich das feuchtheiße Tropenklima von Karachi überfällt und benommen macht, 40° C und 80% Luftfeuchtigkeit, das unbeschreibliche Durcheinander auf dem Flughafen, dieser Kirmesbetrieb - die Lautstärke, in der sich die Unterhaltung abspielt - die Aufdringlichkeit der kleinen Gepäckträger und der Taxifahrer, die sich an einen hängen und etwas verdienen wollen - wenn ich wieder eintauche in dieses lärmende, quirlende Leben,
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