Bővebb ismertető
/ Zu diesem Buch "Verstehende Soziologie", insbesondere in der Form des symbolischen Interaktionismus, ist in den Vereinigten Staaten ein wichtiger Ansatz in Forschung und Literatur geworden. In dieser Ausprägung wird dann die verstehende Soziologie in den verschiedenen europäischen Ländern heute zu einer bedeutsamen Richtung. In diesem Band wird aufgezeigt, daß der aktuelle "symbolische Interaktionismus" eine Fortführung der uns vertrauteren "verstehenden Soziologie" ist. Dabei wird deren Bezug zum Neo-Kantianismus genauer herausgearbeitet, als die sonst so betonte Beziehung zur Phänomenologie von Husserl und A. Schütz. Insofern ist der Band für einen deutschen Leser besonders geeignet, einen Zugang zum "symbolischen Interaktionismus" zu vermitteln, zusätzlich zu der bisher hier vorherrschenden phänomenologischen Ableitung von Berger und Luckmann. Verstehende Soziologie, phänomenologische Soziologie und symbolischer Interaktionismus verstehen sich als Alternative zu den verschiedenen "scientistischen" Richtungen der Soziologie (oft auch mit "Positivismus" gleichgesetzt). Im Kerne ist dies eine Fortführung der Unterschiede im Zugang zum Wissen über Welt, wie er im Nominal ismusstreit der Spätscholastik thematisiert wurde. Während die empirische Sozialforschung vorherrschend durch eine nominalistische Grundeinstellung bestimmt wird, erhebt sich gegen die damit verbundene Einengung der Erklärung in Abständen immer wieder eine essentialistische Kritik. So beruht denn auch die besondere Anziehungskraft des "symbolischen Interaktionismus" in seiner Eignung, über soziale Sachverhalte so Auskunft zu geben, daß der Leser seine Erfahrungen wiederzuerkennen vermag.